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"Durch Verletzungen dazu gezwungen": Beermann beendet seine Karriere

kicker

Gespräche über andere Funktion beim VfL

Nach insgesamt 142 Zweit- und 120 Drittliga-Spielen beendet VfL-Kapitän Timo Beermann in diesem Sommer seine Profikarriere - mit dem Landespokal-Finale an der Bremer Brücke, wo einst alles begann.

"Ich hätte den Zeitpunkt viel lieber selbst bestimmt, als durch Verletzungen dazu gezwungen zu werden", wird der 34-jährige Verteidiger in einem Statement des VfL Osnabrück zitiert. "Nicht erst nach dem Spiel gegen Verl muss ich mich, auch nach Untersuchungen und Rücksprache mit den Ärzten, damit abfinden, dass mein Körper Profifußball einfach nicht mehr mitmacht. Das fällt in diesem Moment brutal schwer, wäre bei einem Abstieg aber unerträglich gewesen", erklärt Beermann.

Die Schmerzen hätten ihn die gesamte Saison begleitet. Mit Blick auf das Ziel Klassenerhalt, das letztendlich erreicht wurde, habe er "durchgebissen". "Nun", so Beermann, "habe ich für Samstag nur einen Wunsch: Ich möchte mich mit dem Pokalsieg verabschieden und so auch dem VfL, dem Team, den Mitarbeitenden und den Fans für wundervolle Jahre danken."

Vom NLZ zu den Profis

Und es waren etliche Jahre. Zunächst durchlief der Linksfuß sämtliche Nachwuchsteams bis in die zweite Mannschaft. Zur Saison 2011/12 wurde Beermann dann fester Bestandteil des Profikaders der Lila-Weißen. Im Sommer 2013 zog es ihn zum 1. FC Heidenheim, für den er inklusive Bundesliga-Relegation 118 Spiele bestritt und sich auch von schweren Bänderverletzungen nicht zurückwerfen ließ.

VfL will Beermann "in einer anderen Funktion einbinden"

Vor fünf Jahren kehrte Beermann schließlich zurück zum VfL, bei dem er in der 2. und 3. Liga stets als Führungsspieler und Identifikationsfigur voranging. Entsprechend bedauert VfL-Geschäftsführer Dr. Michael Welling den notwendigen Schritt, verrät aber zugleich: "Wir werden uns in ein paar Wochen zusammensetzen, über seine weiteren beruflichen Pläne sprechen und freuen uns darauf, 'Eule' in einer anderen Funktion beim VfL einbinden zu können. Und nicht zuletzt werden wir ihm dann auch einen sehr würdigen Abschied bereiten, den wir gemeinsam festlegen werden."

Bereits für Beermanns letztes Spiel an der Bremer Brücke am Samstag (12.30 Uhr) ergibt sich übrigens eine besondere Konstellation: Gegner ist sein jüngerer Bruder Malte mit Blau-Weiß Lohne.