Der FC Thun überrascht in dieser Saison als Aufsteiger mit seiner Tabellenführung in der Super League. Aussenverteidiger Michael Heule ist eine Schlüsselfigur für den Erfolg des Teams. "Wir wissen, was wir können", erklärt der 24-Jährige gegenüber der Berner Zeitung selbstbewusst. "Nachdem wir mit vier Siegen in die Saison gestartet waren, dachten viele Leute, dies sei bloss die Anfangseuphorie. Wir aber spürten, dass es nicht nur das ist. Wir kannten unsere Qualitäten schon vor dem ersten Meisterschaftsspiel."
Der Weg zum FC Thun führte Heule über mehrere Stationen. Nach seinen Anfängen beim FC Widnau und im Nachwuchs des FC St. Gallen, wo er auch kurz Super-League-Luft schnupperte, spielte er für Wil und Stade Lausanne-Ouchy. Trotz des Abstiegs mit Lausanne-Ouchy sieht Heule die Zeit dort positiv. Seine Leistungen in der Challenge League weckten das Interesse mehrerer Clubs, darunter auch St. Gallen. "Es gab Kontakte", bestätigt Heule bezüglich des Interesses von St. Gallen.
Doch er entschied sich für Thun: "In Gesprächen mit Trainer Mauro Lustrinelli und der Vereinsführung spürte ich, dass der FC Thun nicht bloss ein Aufsteiger ist, der ums Überleben kämpft, sondern einer mit Ambitionen." Heules Spielstil passt perfekt zum System des FC Thun. Als Box-to-Box-Spieler ist er ständig in Bewegung und scheint nie zu ermüden.