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Ein Dank auch an die Greenkeeper: Viele "Goodbyes" in der Premier League

kicker

Insel-Blick vor dem Saisonfinale

Der letzte Spieltag einer Saison steht selbstverständlich allen voran im Zeichen von Last-Minute-Entscheidungen, die über das Rennen um die internationalen Plätze, den Titelkampf oder die Ligazugehörigkeit entscheiden können. Nun, im Falle der diesjährigen Premier-League-Spielzeit trifft dies zwar nur auf Ersteres zu, an Emotionen wird es auch dem Saisonfinale aber gewiss nicht mangeln. Time to say Goodbyes.

Denn einige Klubs und Fans - und in vereinzelten Fällen gar die gesamte Liga - werden an diesem Sonntag finale Momente erleben. Bei Spielern, die die englische Beletage über die vergangenen Jahre hinweg zweifellos geprägt haben, sowie bei Spielern, deren Abgänge aus anderer Hinsicht von großer Bedeutung sind.

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Abschiede in der Fremde

Ob im Vitality Stadium, an der Portman Road, der Anfield Road oder im St. James' Park: An all diesen Spielstätten werden einige langjährige Akteure wohl ein letztes Mal in aktiver Rolle Premier-League-Luft schnuppern. Der Abschied vom Großteil der eigenen Anhänger erfolgte in allen Fällen kurioserweise bereits am vergangenen Spieltag.

Leicester Citys Rekordtorschütze Jamie Vardy gastiert mit den Foxes zum Abschluss der gemeinsamen, von Meister- (2015/16), FA-Cup- (2020/21) und Superpokaltitel (2021/22) geprägten Zeit in Bournemouth. Lukasz Fabianski, der sich im Zuge seiner Abschiedsbotschaft auch bei "Dougie und dem Greenkeeper-Team" für die wertvollen Ratschläge bei der Rasenpflege im eigenen Garten bedankte, verabschiedet sich nach sieben Jahren von West Ham United. Im Falle von Hammers-Linksverteidiger Aaron Cresswell sind es sogar vier Jahre mehr.

Joel Ward könnte Crystal Palace, dem er 13 Jahre die Treue schwor, ausgerechnet bei Meister Liverpool ein letztes Mal als Kapitän aufs Feld führen. Und Ashley Young macht im Rahmen des Gastspiels in Newcastle Schluss bei Everton, denkt mit 39 Jahren aber wohl weiterhin nicht ans Karriereende.

Die nächste Statue vor dem Etihad Stadium

Den gleichen Plan wie Young verfolgt indes auch ein Spieler, dem es nur gerecht wird, in einer solchen Auflistung gesondert aufgeführt zu werden: Kevin De Bruyne. Seit August 2015 schnürte der belgische Offensivmann die Fußballschuhe für Manchester City, im Craven Cottage wird er dies ein letztes Mal tun - und danach nie wieder in England? Laut The Telegraph habe er einen Verbleib auf der Insel inzwischen jedenfalls ausgeschlossen.

Somit werden zum Ende seiner Zeit in der Premier League mindestens 72 Treffer und 121 Assists zu Buche stehen, unzählige weitere Scorerpunkte ergaben sich in nationalen sowie internationalen Pokalwettbewerben. Nicht nur ob der 18 gemeinsamen Titelgewinne hinterlässt der 33-Jährige eine Lücke, die mit sofortiger Wirkung zweifellos nicht geschlossen werden kann. Zumindest per Statue vor dem Stadion wird "King Kevin" den Citizens jedoch erhalten bleiben.

Geldregen für die Cherries

Gut möglich also, dass einige Routiniers am Wochenende letztmals in der Premier League zum Einsatz kommen - und im Anschluss endgültig den Schlussstrich ziehen. Einer, der den Großteil seiner Karriere unterdessen noch vor sich hat, ist Dean Huijsen. Und doch wird es auch für den 20-jährigen Innenverteidiger vorerst der letzte Spieltag auf der Insel sein.

Für eine Ablöse in Hohe von knapp 60 Millionen Euro hat sich Real Madrid die Dienste des spanischen Nationalspielers gesichert, der im Laufe der Saison unumstritten zu einer, wenn nicht sogar der größten Überraschung avanciert ist. Nach einer durchaus vielversprechenden Rückrunde bei der AS Rom hatte der AFC Bournemouth großes Potenzial im Youngster gesehen, den Cherries-Cheftrainer Andoni Iraola seit dem 14. Spieltag ununterbrochen in die Startelf beordert hat.

Wie läuft Alexander-Arnolds Abschied ab?

Wie Huijsen, der mit Bournemouth den Tabellen-18. aus Leicester empfängt, könnte sich derweil auch Trent Alexander-Arnold die Gelegenheit bieten, ein letztes Mal vor heimischer Kulisse aufzulaufen. Die Frage ist nur: Wollen Liverpools Fans das überhaupt?

Bereits im vorletzten Heimspiel war das Eigengewächs bei dessen Einwechslung mit Buhrufen empfangen worden, der ablösefreie Abgang gen Madrid wird von vielen Reds-Anhängern äußerst kritisch gesehen. Beim 2:3 in Brighton war Alexander-Arnold nicht zum Einsatz gekommen, ob sich dies gegen Crystal Palace ändert, steht in den Sternen. Es wäre definitiv der passende Abschluss einer großartigen und titelreichen Zeit in Liverpool - ob mit oder ohne Unmutsäußerungen von den Rängen, müssen die Fans entscheiden.