2023/24 führte der Weg des 1. FC Saarbrücken im DFB-Pokal sensationell bis ins Halbfinale (0:2 gegen Kaiserslautern), 2024/25 folgte dann bereits in der 1. Runde gegen den 1. FC Nürnberg das Aus (3:5 i.E.) - und 2025/26? Mit dem 1. FC Magdeburg (18 Uhr, LIVE! bei kicker) erwartet der FCS "einen sehr spielstarken Gegner mit außergewöhnlicher Qualität in der Offensive", wie Alois Schwartz betont.
Der Trainer weiß, dass sein Team gegen den FCM "sehr viel leiden" muss, sieht den Drittligisten "aber darauf vorbereitet". Vertrauen will Schwartz seinem zuletzt eingesetzten Personal. "Wir sind noch nicht so eingespielt, wir brauchen noch etwas Zeit. Daher werden wir keine große Rotation vornehmen."
So wird also Kai Brünker, der in der Liga zuletzt beim 2:1 gegen Viktoria Köln mit einem Doppelpack stark auftrumpfte und zum Spieler des Spiels gekürt wurde (kicker-Note 1,5), wieder von Beginn an stürmen. Gegen seinen Ex-Klub, den er im Sommer 2023 verlassen hatte. "Erst ein Freudenschrei, vergleichbar mit einem wichtigen Tor. Dann der Gedanke: Oh je, da kommt diese Ballbesitz-Maschine, bei der wir auf dem Rasen noch mehr Kilometer abspulen müssen", beschreibt der 31-Jährige seine Gefühlslage bei Liga3-online bei der Pokalauslosung.
Brünker hält große Stücke auf Magdeburg. Ob er bei einem Tor auf den Jubel verzichten würde, lässt der Angreifer offen. "Ein Flic Flac ist bei meiner Statur ja eh nicht drin", gibt Brünker süffisant zu Protokoll. "Grundsätzlich würde ich schon versuchen, meine Emotionen zu zügeln. Im Vorfeld ist so etwas jedoch einfach gesagt und im Spiel eher situationsabhängig."
Das Warten auf den richtigen Moment
Und natürlich auch davon abhängig, wie sich Saarbrücken gegen den Zweitligisten insgesamt schlägt. "Ich gehe mit dem Mindset ins Spiel, dass es eine Überraschung erfordert und wir einfach auf den richtigen Moment warten müssen", sieht Brünker dem Wiedersehen mit Magdeburg letztlich entspannt entgegen.