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"Eine große Chance für mich: Werder ist was wert"

kicker

Steffen über seine Pläne in Bremen

Mit 56 Jahren startet Horst Steffen seine Karriere als Bundesliga-Trainer. Nach einer aufreibenden Saison mit der SV Elversberg und kurz vor seinem Urlaub sprach der neue Trainer des SV Werder Bremen bei seiner Vorstellung am Montag über ...

... seine ersten Tage nach der Einigung mit Werder: "Stadt, Stadion, Umkleide - alles ist neu. Das macht es für mich spannend und herausfordernd. Derzeit analysiere ich die Mannschaft immer weiter im Detail und über das hinaus, was ich aus der Ferne ohnehin im TV mitbekommen konnte. Dazu habe ich mir zum Beispiel auch schon die U 19 angesehen. Ich werde in die Tiefe gehen und will herausfinden, wo wir besser werden, Positionen im Detail verändern können. Dafür werde ich in den nächsten Tagen und Wochen viel Zeit verwenden."

... den Grund, Werders Angebot anzunehmen: "Meine eigenen Spiele in Bremen waren meist nicht so erfolgreich, somit weiß ich, was in diesem Stadion geht, auch wenn es schon länger her ist. Die Gespräche waren seriös und ihr Inhalt und Wert war überzeugend. Es ist eine große Chance für mich, Werder ist was wert. Ich war erfreut und überrascht: Da interessiert sich ein toller Klub für deine Leistung! Wenn Werder anfragt, gibt es kein langes Überlegen, sondern einfach die Überzeugung, es zu machen."

"Dreckig Spiele gewinnen - das ist nicht unbedingt das, wofür ich stehe"

... die eigene Qualifikation für den Job: "Ich habe schon überall trainiert. U 17, U 19, dann von der Landesliga aufwärts auch alle Ligen im Herrenbereich. Da ist die Bundesliga natürlich ein schönes, großes und folgerichtiges Ziel."

... seine Herangehensweise an die Aufgabe: "Ich will Werte transportieren, Klarheit haben, Spiele mit einer Lust und Laune gewinnen wollen, so dass es auf die Tribüne und die Bildschirme herüberreicht. Dreckig Spiele gewinnen - das ist nicht unbedingt das, wofür ich stehe. Die Spieler sollen Einsatz und Gemeinschaft, Freude zeigen, es mit dieser Einsatzbereitschaft, Intensität und klarem Fokus auf die Abläufe angehen. Dazu müssen wir sehr genau arbeiten. Ich selbst auch, mit noch mehr Tempo und Athletik, als es in der 2. Liga nötig war. Aber ich habe von Liga zu Liga gezeigt, dass ich das hinbekomme."

... sein Verhältnis zu den Spielern: "Ich habe eine hohe Wertschätzung für jeden Einzelnen, aber auch einen Anspruch an seine Leistung. Ich will die Spieler gut behandeln, umgekehrt gilt das auch als mein Wunsch an sie. Wenn ich Vertrauen gebe, dann erwarte ich auch ein paar Themen von ihnen zurück."

"Ich hätte das Märchen gerne zu Ende geschrieben"

... seinen mit 56 Jahren relativ späten Bundesliga-Start als Trainer und seinen Abschied aus Elversberg: "Ich will nicht über die Möglichkeiten sprechen, die es früher vielleicht schon einmal gegeben hätte. Ich hatte tolle Vereine, zuletzt die SV Elversberg, wo ich eine tolle Verbindung zu den Menschen und eine super Zeit hatte. Es hat mit Spaß gemacht, dort etwas zu entwickeln und weiterzuführen. Ich habe bis zum Schluss dort gerne gearbeitet, ich hätte das Märchen dort gerne zu Ende geschrieben. Aber dann kam eben Werder Bremen. Das war sicherlich ein Grund, eine Chance und eine Perspektive für mich, noch weiter zu kommen."

... seine Ziele mit Werder, inklusive einer Qualifikation für den Europapokal: "Mein erster Eindruck zum Europapokal ist: Ja, das kann passen. Generell kann man eine Richtung aber erst einschätzen, wenn die ersten Trainingseinheiten, die Vorbereitung und vielleicht sogar die ersten Bundesligaspiele absolviert sind. Man könnte jetzt etwas herausposaunen, das wäre jedoch nicht ich. Ich habe Vorstellungen, aber noch einmal: Wir können in ein paar Monaten darüber reden, ob diese auch realistisch sind."