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Eine Zäsur und viel Kontinuität: Walldorf blickt auf das zwölfte Regionalliga-Jahr

kicker

Schön tritt Born-Nachfolge an

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Der 53-Jährige verabschiedete sich zum Abschied der vergangenen Saison nach 377 Regionalliga-Spielen und Rang 11, der den elften Klassenerhalt in Serie für den Verein der Feierabend-Profis bedeutete. "Ich möchte ein paar Dinge loswerden, die mir auf dem Herzen liegen", sagte Born im Rahmen seiner letzten Pressekonferenz und sprach liebenswerte Dankesworte an unzählige Personen in und um den FCA aus. Seine Frau Simone, die beiden Kinder Julian und Ida, FCA-Präsident Kempf und dessen Frau Ingrid, sein Trainerkollege Thorsten Stoll, sein Nachfolger Andreas Schön, die medizinische Abteilung, der Sportliche Leiter Frank Fürniß oder auch Torwarttrainer Christian Biebel - keiner wurde vergessen. "Es ist nichts Gewöhnliches elf Jahre lang Trainer in einem Verein sein zu dürfen und dafür bin ich einfach dankbar", fasste er zusammen und versprach, "heute haben wir nichts mehr vor und feiern dementsprechend."

Welche große Kontinuität der FCA besitzt, beweisen folgende Personalien: In Borns erstem Regionalliga-Spiel im August 2014 gegen die TuS Koblenz, einem fulminanten 5:1-Sieg, standen der heutige Kapitän Marcel Carl, der heutige FCA-Geschäftsführer Nicolai Groß, der heutige Sportliche Leiter der U 23 Benjamin Hofmann sowie Borns aktueller Co-Trainer und Nachfolger als Chefcoach, Andreas Schön, auf dem Rasen.

Jener Schön führt die Vereinsphilosophie, auf eigene Leute zu bauen, fort. Der 35-Jährige befindet sich auf der Zielgeraden seiner A-Lizenz-Ausbildung, die dieses Spätjahr abgeschlossen sein wird. Neu ins Trainerteam stößt der bisherige U-19-Coach Tim Wagner (37). Weiterhin für die Torhüter zuständig ist Dauerbrenner Christian Biebel (53), der bereits in den 2000er Jahren im FCA-Tor stand und in dieser Zeit Verbandsliga-Meister wurde.

Walldorf als Sprungbrett

Die Zielsetzung für 2025/26 wird sich kaum von der ersten elf Regionalliga-Jahre unterscheiden. Man darf davon ausgehen, dass erneut mehrere Nachwuchstalente ihre Chance in der ersten Mannschaft erhalten und diese als Sprungbrett nutzen dürfen. Zahlreiche spätere Zweiliga-Spieler wie Nicolas Kristof, Semih Sahin (beide SV Elversberg), Erik Wekesser (1. FC Kaiserslautern), André Becker sowie Minos Gouras (beide ehemals Jahn Regensburg) beweisen dies. Mit Andreas Müller schaffte es ein ehemaliger Walldorfer sogar in die Bundesliga mit dem SV Darmstadt 98.

Auf einen ähnlichen Werdegang dürfen Torhüter Jerik von der Felsen (VfB Stuttgart II) und Jannis Boziaris (Energie Cottbus) hoffen, die den FCA Walldorf zum Ende der abgelaufenen Runde verlassen haben und mittlerweile bei ihren neuen Vereinen in der 3. Liga vorgestellt wurden.

Einige Neuzugängen stehen derweil beim FCA fest. Wycliff Yeboah kommt vom Oberligisten 1.CfR Pforzheim. "Mit ihm haben wir für die offensive Außenbahn eine Verstärkung gefunden, wir hatten ihn schon länger beobachtet", sagt Frank Fürniß. Der Sportliche Leiter freut sich auf den 22-Jährigen, der bei den Stuttgarter Kickers und der TSG Hoffenheim fußballerisch ausgebildet wurde. Auf der Torhüterposition hat sich mit Ferdinand Gebert ein 19-jähriges Talent von der TSG Hoffenheim für den FCA entschieden.

Darüber hinaus gab es weitere Vertragsverlängerungen mit Bennet Schieber, der gegen Saisonende immer besser in Fahrt gekommen ist, mit Linksverteidiger Yannick Thermann sowie mit Torhüter Mario Schragl. Fest in Walldorf steht nun auch Dennis Egel unter Vertrag. Der 20-jährige Innenverteidiger war 2024/25 vom SV Sandhausen ausgeliehen und hat sich im Laufe der Rückrunde in die Stammelf gekämpft.

Aktuell läuft die Sommerpause in der Astorstadt. Neu-Trainer Andreas Schön bittet die Mannschaft ab dem 23. Juni zur Vorbereitung.