Linzer Ursachenforschung
Während sich die Spieler des SK Rapid am Sonntagabend nach dem Einzug in die Qualifikation für die Conference League feiernd in den Armen lagen, machte sich bei den Akteuren des LASK die große Ernüchterung breit. Nach dem 3:1-Erfolg vom Donnerstag verspielten die Linzer den an sich komfortablen Vorsprung im Rückspiel im Westen Wiens durch eine schwache, fehlerbehaftete Leistung.
Allen voran Innenverteidiger Hrvoje Smolcic wurde beim 0:3 im Allianz-Stadion zur tragischen Figur. Zuerst lieferte er mit einem schnell abgespielten Freistoß eine Vorlage für Burgstaller, dann beging er ein Elfmeterfoul an Andrija Radulovic. Zudem konnte der 24-jährige Kroate in der Nachspielzeit den Kopfball von Kara nicht verhindern. "Es ist natürlich sehr bitter für ihn. Er ist jetzt selber komplett am Boden in der Kabine gesessen", erläuterte LASK-Trainer Maximilian Ritscher. Vorwurf wollte er dem seit Wochen "mit extremen Schmerzen" spielenden Abwehrspieler keinen machen. "Wir gewinnen als Gruppe und wir verlieren als Gruppe", betonte der 31-Jährige.
Sportdirektor Dino Buric sprach von einer "absolut bitteren Pille" und führte als Gründe Folgendes an: "In gewissen Situationen waren wir vielleicht auch einen Tick zu überheblich und haben dem Gegner in die Karten gespielt und wieder zu viele Geschenke verteilt." Für Ritscher war es die letzte Partie als Coach, am Montag gab der LASK mit Joao Sacramento die Verpflichtung eines neuen Cheftrainers bekannt. Dieser wird mit den Athletikern in der kommenden Saison nicht im Europacup vertreten sein.
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