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Ende zählt zahlreiche Kritikpunkte auf: "Hat mir überhaupt nicht gefallen"

kicker

Preußen Münster beeindruckte in dieser Saison seine Konkurrenten mit seiner attraktiven Spielweise. So verglich Düsseldorfs Torhüter Florian Kastenmeier die Westfalen sogar mit dem FC Barcelona. Doch von dem ansehnlichen Kombinationsspiel war am Freitagabend auf dem Betzenberg nur wenig zu sehen. Sie fanden gegen das intensive Pressing von Kaiserslautern keine Lösungen. "Obwohl sie versuchen, dich zu packen, musst du mit dem Ball schneller sein, als sie laufen", so Alexander Ende am Sky-Mikrofon.

Doch das war sein Team eben nicht - vor allem im ersten Durchgang. Er betitelte die Vorstellung als "behäbig". "Wir waren total langsam mit dem Ball, das hat mir überhaupt gar nicht gefallen", erklärte das Geburtstagskind (46). Trotzdem hätten die Pfälzer ihnen genug Räume angeboten. Gerade auf der letzten Linie gingen die Roten Teufel ins Risiko, weil sie Mann-gegen-Mann verteidigten.

Dass die Adlerträger es nicht ausnutzten, lag auch am falschen Schuhwerk. Auffällig häufig rutschten sie weg. Beispielsweise verlor Oliver Batista Meier in aussichtsreicher Position daher den Ball in der Anfangsphase am letzten Verteidiger Maxwell Gyamfi. "Ich weiß nicht, wie oft wir heute auf dem Arsch gelegen sind. Es hat angefangen in den ersten zehn Minuten. Die erste Druckwelle kam bei ihnen, weil wir ungefähr achtmal ausgerutscht sind", erläuterte Ende.

„All das, was man braucht, um hier heute zu bestehen, haben wir liegengelassen.“ (Alexander Ende)

Einmal in Fahrt fand er auch klare Worte zur Defensivleistung. "Unser Kettenverhalten war echt nicht gut", so der SCP-Coach. Er bemängelte im Zuge dessen den fehlenden Mut. Dies zeigte sich auch bei den ersten drei Gegentoren, die sie in den ersten 24 Minuten allesamt nach Flanken kassierten. Die Münsteraner schoben zum einen nicht weit genug raus und bekamen daher nur selten Druck auf den Flankengeber. Zum anderen fehlte im Zentrum der Zugriff auf Stoßstürmer Ivan Prtajin, der dreimal traf und den anderen Treffer per Kopf vorbereitete. "All das, was man braucht, um hier heute zu bestehen, haben wir liegengelassen", bilanzierte Ende.

Einen positiven Aspekt fand Johannes Schenk im Vergleich zur Niederlage in der Vorwoche dennoch. "Weil man das Spiel verdient verloren hat, kann man das Spiel schneller abhaken", so der Torwart. Neun Tage bleiben seinem Team nun, um das 1:4 aufzuarbeiten - dann wartet Eintracht Braunschweig auf die Preußen (13.30 Uhr).