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"Enttäuschung ist riesengroß": Warum Pacult schon vor Anpfiff Böses ahnte

kicker

Von der "funktionierenden Mannschaft", die Didi Kühbauer in Wolfsberg gemäß eigener Aussage hinterlassen hatte, war am Samstag kaum etwas zu sehen. Zwar ging der WAC dank eines Treffers von Dejan Zukic in Führung, danach waren jedoch die Gäste aus Ried die überlegene Mannschaft. "Die Leistung war in den ersten 20 Minuten okay, dann ist komplett der Faden gerissen. Dann war das kein Spiel mehr von uns, wo man sagen kann, da kann man was Positives mitnehmen", erklärte Neo-Trainer Peter Pacult nach dem Match im Sky-Interview.

Der Last-Minute-Siegtreffer von Kingstone Mutandwa, der zuvor nur 27 Sekunden nach seiner Einwechslung getroffen hatte, war demnach durchaus verdient. "Es war zu wenig. Das spiegelt sich im Ergebnis leider wider", meinte Abwehrchef Nicolas Wimmer, der vor dem Elfmeterfoul in der Nachspielzeit keine gute Figur gemacht hatte.

Pacult vermisst "Spritzigkeit, Lebendigkeit und Giftigkeit"

Den "unerwarteten" und schmerzhaften Trainerwechsel wollte Wimmer nicht als Ausrede für die Niederlage gelten lassen: "Es ist wurscht, wer an der Seitenlinie steht. Wenn wir so auftreten, werden wir wenige Siege holen." Insbesondere angesichts der jüngsten Darbietungen sowie der Aussicht auf die Tabellenführung kam die teils lethargische Leistung des WAC für den Großteil der Beobachter überraschend. Nicht so offenbar für Pacult.

"Mir ist ehrlicherweise schon beim Aufwärmen aufgefallen, dass diese Spritzigkeit, Lebendigkeit und Giftigkeit nicht da waren. Ich habe es kurz vor dem Rausgehen noch angesprochen, aber scheinbar hat es nicht gewirkt", führte Pacult aus. "Die Enttäuschung ist riesengroß, weil wir uns mehr vorgenommen haben. Ich habe mehr erwartet, auch wenn ich erst seit vier Tagen da bin und zuletzt etliche Spieler weg waren."

Senft hebt Doppelpacker Mutandwa hervor

Die Rieder kamen hingegen perfekt aus der Länderspielpause und liegen in der Tabelle vorerst auf dem sechsten Rang. "Die Mannschaft hat unseren Plan trotz des schwierigen Starts sensationell umgesetzt, wir sind voll in unserer Art und Weise drinnen geblieben. Dass wir uns schlussendlich mit einem Sieg dafür belohnen, ist eine tolle Sache", jubelte Trainer Maximilian Senft.

Für Doppelpacker Mutandwa, der vor dem Spiel gegen den WAC angeschlagen gewesen war und deshalb nicht in der Startelf stand, hatte Senft ein Sonderlob parat: "Er macht mit dem ersten Kontakt das 1:1 und dann auch noch ein Elfmetertor. Das war eine Topleistung und freut mich sehr für ihn, da für ihn diese Woche nicht so einfach gewesen ist."