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Thioune über Zielsetzung: "Zu früh, zu laut geschrien"

kicker

Mit sieben Punkten aus sechs Spielen und Rang 13 hinkt Fortuna Düsseldorf aktuell den Erwartungen deutlich hinterher. Zum exakt gleichen Zeitpunkt in der vergangenen Spielzeit grüßte die Fortuna mit doppelt so vielen Punkten von der Tabellenspitze, das Jahr davor belegte Düsseldorf nach sechs absolvierten Partien ebenfalls Rang 1. Die Stimmung im Umfeld des Vereins ist angespannt.

Thioune: "Erfolg schürt eine gewisse Erwartungshaltung"

Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bochum zeigte Cheftrainer Daniel Thioune dafür allerdings Verständnis: "Die Unruhe, die da ist und aufkommt, liegt ja auf der Hand. Auch wenn die letzten fünf Spiele mit nur einer Niederlage begleitet worden sind, (…) ist es ja trotzdem nicht unser Anspruch und nicht das, was die Leute von uns sehen müssen."

Als Faktoren für die gestiegenen Ansprüche machte der Coach vor allem zwei Dinge aus: den Erfolg der vergangenen Jahre, denn der "schürt eine gewisse Erwartungshaltung" und das eindeutige Saisonziel, das der Verein vor Saisonbeginn klar kommuniziert hatte: Aufstiegskampf. "Wir haben vielleicht auch den Fehler gemacht und zu früh zu laut geschrien, was unser Saisonziel sein soll, aber nach Platz 4, 3 und 6 macht es keinen Sinn, in eine Saison zu gehen und zu sagen: Wir wollen mal gucken, wo wir dieses Jahr ankommen."

Düsseldorf in Bochum unter Zugzwang

Doch dies ging erstmal nach hinten los, vor allem nach einem schwachen Saisonstart mit zwei Niederlagen gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld (1:5) und Hannover 96 (0:2). Dann folgten zwar sieben Punkte aus drei Spielen, die den Anschein erweckten, der Knoten sei geplatzt, doch stattdessen setzte es am vergangenen Wochenende erneut einen deutlichen Rückschlag, als man gegen Darmstadt 98 mit 0:3 unter die Räder kam und sogar deutlich höher hätte verlieren können.

Die Stimmen gegen Trainer Thioune sind seitdem jedenfalls lauter geworden, der von einer "anspruchsvollsten Zeit für mich" sprach. Dennoch brauche er kein Mitleid, sondern "den Glauben an meine Mannschaft". Und der wird bereits am Samstag gefragt sein, wenn es um 20.30 Uhr zum VfL Bochum geht (LIVE! bei kicker). Gegen den Tabellen-17. der 2. Bundesliga geht es dann möglicherweise auch um die Kontinuität des Trainers, der davon jedoch vor dem Spiel nichts wissen wollte: "Ich habe Bock, ich bin hier. Wie lange ich hier bin, das entscheiden andere."