Die vergangene Saison begann er noch als der Shootingstar schlechthin beim 1. FC Köln: In der 2. Liga setzte sich der zuvor vor allem bei der U 19 eingesetzte Julian Pauli zunächst als Stamm-Innenverteidiger unter dem damaligen Trainer Gerhard Struber durch, absolvierte insgesamt 17 Partien im Unterhaus des deutschen Fußballs und drei Einsätze im DFB-Pokal. Dann stoppte ihn eine Gehirnerschütterung mit langwierigen Folgen, erst am Ende der Rückrunde war der Rechtsfüßer wieder vollständig fit.
Nun spielt der FC in der Bundesliga, doch Pauli dürfte in der 2. Liga bleiben: Der 20-Jährige wird nach kicker-Informationen in die 2. Liga verliehen und dort Spielpraxis sammeln. Köln hatte sich zuletzt in der Abwehrzentrale deutlich verstärkt, unter anderem im Winter Joel Schmied (26, FC Sion) geholt und in diesem Sommer Cenk Özkacar (24, kam leihweise aus Valencia) und Rav van den Bergh (21, FC Middelsbrough).
Pauli schlug Angebote aus dem Ausland aus
Außerdem stehen noch der Vorjahres-Kapitän Timo Hübers (29) und Routinier Dominique Heintz (32) unter Vertrag, Mittelfeldspieler Tom Krauß (24, kam leihweise aus Mainz) agierte zudem zuletzt regelmäßig in der letzten Reihe. Viel Konkurrenz für Pauli.
Der talentierte Nachwuchsverteidiger entschied sich deswegen für Spielzeit und schlug deshalb auch Angebote aus dem Ausland aus. Vor seinem leihweisen Abgang in die 2. Liga verlängerte Pauli zudem seinen Kontrakt im Rheinland, denn losgelöst von der aktuellen sportlichen Situation und dem engen Konkurrenzkampf sind nicht wenige in Köln davon überzeugt, dass Pauli beim FC der Verteidiger der Zukunft sein könnte. Spielpraxis in der 2. Liga dürfte da nur weiterhelfen.