21 Landespokalendspiele an einem Tag
Seit mehreren Jahren zählt der Finaltag der Amateure mittlerweile fest zum Fußball-TV-Kalender in Deutschland - 2016 feierte die Endspielkonferenz ihre Premiere. An jenem Tag tragen (eigentlich) die 21 Landesverbände des DFB jeweils ihr Pokalendspiel aus - dessen Gewinn nicht nur mit Blick auf den Trophäenschrank von großer Bedeutung ist. In Westfalen kommt es 2025 allerdings zu einer großen Besonderheit.
Wann findet der Finaltag der Amateure statt?
Traditionell findet der Finaltag der Amateure am selben Tag wie das Finale des DFB-Pokals statt. In diesem Jahr fallen so beide Events auf den Samstag, den 24. Mai 2025.
Fünf verschiedene Anstoßzeiten
Bei der diesjährigen Ausgabe werden die 21 Finalspiele zu fünf verschiedenen Uhrzeiten angepfiffen. So starten die ersten Landespokalendspiele bereits um 12.30 Uhr, bevor um 14.30 Uhr die zweite Anstoßzeit folgt. Die Duelle am späten Nachmittag werden ab 16.30 Uhr eröffnet, vier weitere Aufeinandertreffen beginnen dann um 17.30 Uhr. Der Abschluss des Finaltags der Amateure findet dann im Niedersachsenpokal 2 statt. Als einziges - und letztes Spiel - wird das Duell der BSV SW Rehden gegen Atlas Delmenhorst um 18 Uhr angestoßen. Die Partien der späteren Zeiträume werden im Falle eines Remis ohne Verlängerung direkt im Elfmeterschießen entschieden.
Wo wird der Finaltag der Amateure übertragen?
Die rund achtstündige Live-Übertragung der Endspielkonferenzen übernimmt auch in der diesjährigen Ausgabe die ARD. Der öffentlich-rechtliche Sender startet die Übertragung eine halbe Stunde vor Anpfiff der ersten Partien um 12 Uhr. In der Spitze werden bis zu 2 Mio. TV-Zuschauer erwartet.
Qualifikation für den DFB-Pokal
Neben dem Gewinn des jeweiligen Landespokals halten die 21 Endspiele auch auf nationaler Ebene eine reizvolle Belohnung bereit. Mit einem Sieg im Endspiel qualifizieren sich die jeweiligen Teams für die erste Runde des DFB-Pokals, was sich auch aus finanzieller Sicht als äußerst lukrativ für die unterklassigen Klubs darstellt.
Besonderheiten
Auswirkungen auf die Landespokale können sich unter anderem durch die Endplatzierungen in der 3. Liga einstellen. So erhalten die vier bestplatzierten Mannschaften Deutschlands dritthöchster Spielklasse ein automatisches Startrecht im DFB-Pokal. Dies bedeutet im Ausnahmefall, dass der Gegner des bereits qualifizierten Landespokalfinalisten unabhängig des Ausganges bereits vor Anpfiff als einer der insgesamt 64 DFB-Pokal-Teilnehmer feststeht.
Zudem dürfen die drei größten Landesverbände, also Niedersachsen, Bayern und Westfalen, jeweils zwei Vertreter für den DFB-Pokal nominieren. In Niedersachsen gibt es dafür zwei separate Pokalwettbewerbe. Einen für Amateure (ab Liga fünf abwärts: Rehden gegen Delmenhorst) und einen für Profi-Teams (Dritt- und Viertligisten: Osnabrück gegen Lohne), in Bayern qualifiziert sich unterdessen neben dem Landespokalsieger auch der Meister der Regionalliga für den DFB-Pokal (FC Schweinfurt 05).
Ein ganz spezieller Fall kommt allerdings auf den Landesverband Westfalen zu: Schließlich ist einer dessen Finalteilnehmer an diesem Tag unpässlich, denn die Arminia aus Bielefeld spielt am selben Abend ihr erstes DFB-Pokal-Finale in Berlin (20 Uhr). So wird logischerweise das Endspiel des diesjährigen Westfalenpokals nicht am Finaltag der Amateure ausgetragen werden, sondern erst am Donnerstag, den 29. Mai (14 Uhr).
Die Arminia hat sich bereits für die kommende DFB-Pokal-Saison qualifiziert, da sie unter den vier besten Teams der 3. Liga steht. Der Gegner im Landespokalfinale (Sportfreunde Lotte) ist damit - unabhängig vom Ausgang - ebenfalls qualifiziert. Übrigens: Der zweite Startplatz des Landesverbandes geht in diesem Jahr neben dem Pokalsieger an den besten westfälischen Regionalligisten.
Die Endspiele im Überblick
Anstoß um 12.30 Uhr
Anstoß um 12.30 UhrBerlin: Eintracht Mahlsdorf - BFC Dynamo (Mommsenstadion, Berlin)Hamburg: Eintracht Norderstedt - USC Paloma (Stadion Hoheluft, Hamburg)Niedersachsen 1: VfL Osnabrück - Blau-Weiß Lohne (Bremer Brücke, Osnabrück)Rheinland: FC Rot-Weiß Koblenz - FV Engers (Stadion Oberwerth, Koblenz)Südwest: FK Pirmasens - TSV Schott Mainz (Stadion Weingarten, Weingarten)Thüringen: FC An der Fahner Höhe - ZFC Meuselwitz (Bluechip-Arena, Meuselwitz)
Anstoß um 14.30 Uhr
Anstoß um 14.30 UhrBaden: GU-Türk. SV Pforzheim - SV Sandhausen (Arena Eppingen, Eppingen)Brandenburg: VfB Krieschow - RSV Eintracht Stahnsdorf (Volksparkstadion, Neuruppin)Mecklenburg-Vorpommern: SV Pastow - Hansa Rostock (Müritzstadion, Waren/Müritz)Sachsen-Anhalt: 1. FC Lok Stendal - Hallescher FC (Chemie-Stadion, Halle/Saale)Schleswig-Holstein: VfB Lübeck - Kaltenkirchener TS (Stadion Lohmühle, Lübeck)Südbaden: Bahlinger SC - FC Auggen (Dreisamstadion, Freiburg)Württemberg: TSG Balingen - SG Sonnenhof Großaspach (Stadion auf der Waldau, Stuttgart)
Anstoß um 16.30 Uhr
Anstoß um 16.30 UhrMittelrhein: Alemannia Aachen - FC Viktoria Köln (Sportpark Höhenberg, Köln)Niederrhein: MSV Duisburg - Rot-Weiss Essen (Wedaustadion, Duisburg)Sachsen: 1. FC Lok Leipzig - FC Erzgebirge Aue (Bruno-Plache-Stadion, Leipzig)
Anstoß um 17.30 Uhr
Anstoß um 17.30 UhrBayern: FV Illertissen - SpVgg Unterhaching (Vöhlinstadion, Illertissen)Bremen: SV Hemelingen - Bremer SV (Marko Mock Arena, Bremen-Oberneuland)Hessen: Hessen Kassel - SV Wehen Wiesbaden (Stadion am Bornheimer Hang, Frankfurt am Main)Saarland: FC 08 Homburg - FC Palatia Limbach (Stadion Ludwigspark, Saarbrücken)
Anstoß um 18 Uhr
Anstoß um 18 UhrNiedersachsen 2: BSV SW Rehden - SV Atlas Delmenhorst (Sportplatz Waldsportstätten, Rehden)
Die Landespokale in der Übersicht