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FSV Zwickau: Neuer Sponsor stärkt Finanzen und ebnet Weg für Kaderplanung

kicker

Schuldenberg schrumpft

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Der FSV Zwickau hat seine Vormachtstellung gegenüber dem nahen Derbyrivalen Chemnitzer FC behauptet. Wie schon im Vorjahr verzeichneten die Schwäne mehr Zuschauer zu den Heimspielen und auch in der Tabelle schlossen sie diesmal besser ab als der geografische Nachbar.

Das ist ein Statement, wenn man bedenkt, dass Zwickau vor beinahe zwei Jahren vor dem Nichts stand. "Ich weiß, dass Fußball in der 3. Liga eine riesige Herausforderung ist, aber das Stadion, die Fanszene, die Mannschaft und das Drumherum verdient Fußball auf diesem Niveau, davon bin ich fest überzeugt. Soweit es in unseren Möglichkeiten ist, werden wir das unterstützen. Was wir als Gesellschaft und als Stadt vom FSV lernen können, ist, dass es auch in schwierigen Zeiten immer eine gute Idee ist, zusammenzuhalten, den Kopf nicht in den Sand zu stecken und die Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen", sagte Zwickaus Oberbürgermeisterin Constance Arndt Ende April im Rahmen eines Festaktes zum 75. Jubiläum der DDR-Meisterschaft des Vorgängervereins Horch Zwickau.

Das zeigt: Auch die Stadtspitze steht hinter dem FSV. In Eckersbach, jenem Zwickauer Stadtteil, wo die GGZ-Arena samt Geschäftsstelle beheimatet ist, haben sie in den letzten zwei Jahren aus wenig sehr viel gemacht. Und das wird auch in der neuen Saison das Credo sein.

Torjäger Marx sagt ab

So musste Sportdirektor Robin Lenk im Werben um Eilenburgs Torjäger Jonas Marx einen Rückschlag einstecken. Ausgerechnet der Chemnitzer FC schnappte ihn vor der Nase weg. Lenk sagte kurz vor Bekanntwerden des Transfers: "Leider hat er sich nicht für den FSV Zwickau entschieden. Wirtschaftlich konnten wir nicht mit unserer Konkurrenz mithalten. Wir befinden uns weiterhin in der Konsolidierung."

„Wer damals in die Bücher geschaut hatte, hatte nur zwei Szenarien vor Augen: den Verein zuzuschließen oder aber die Ärmel hochzukrempeln und das Unmögliche zu versuchen.“ (Geschäftsführer André Beuchold)

Obwohl seit Sommer 2023 von drei Millionen Euro an Verbindlichkeiten bereits rund 1,8 Mio. abgebaut wurden, schleppt man noch Altlasten in Höhe von 1,2 Mio. Euro mit sich herum, wie Geschäftsführer André Beuchold jüngst bestätigte. Er begab sich vor zwei Jahren auf eine Art Himmelfahrtskommando, wie er in der Retrospektive berichtet: "Wer damals in die Bücher geschaut hatte, hatte nur zwei Szenarien vor Augen: den Verein zuzuschließen oder aber die Ärmel hochzukrempeln und das Unmögliche zu versuchen."

Letzteres taten Beuchold, Lenk und Trainer Rico Schmitt. Wirtschaftliches und sportliches Augenmaß ist gefragt. Beuchold kann nicht jeden von Lenks Wünschen erfüllen, der wiederum aber anmahnen muss, dass die Ergebnisse auf dem Platz die Plätze auf den Tribünen und im Sponsoring füllen - und damit auch die Vereinskasse.

Neuer Sponsor

Mit Stölting Rail Service konnte Beuchold einen überregionalen Sponsor dazu bewegen, sich mit einem sechsstelligen Betrag einzubringen. Die Unterschrift wurde groß mit einem Auftritt von Kulttrainer Peter Neururer zelebriert. Dazu steht VW vor einer Verlängerung seines Engagements um drei Jahre. Beuchold plant für die neue Saison mit rund 4,1 Mio. Euro Gesamtetat und etwas mehr als die für 2024/25 veranschlagten 1,3 Mio. Euro für die Profis.

Das gibt Lenk den Rahmen für seine Transfers. Neun Abgänge müssen ersetzt werden, wobei die Absage von Jahn Herrmann, der es in der 3. Liga versuchen will, und das Karriereende von Mike Könnecke, Lücken hinterlassen. Die zu füllen, ist die Aufgabe. Daniel Haubner und Gabriel Figurski Vieira sind zwei fürs offensive Mittelfeld, die als Herrmann-Ersatz gelten könnten. Dazu sicherte sich Zwickau bereits die Dienste von Jasper Kühn, der die neue Nummer zwei hinter Lucas Hiemann werden soll sowie von Lennert Möbius.