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Funkel-Absage: Der Endgegner in den eigenen Reihen

kicker

Kommentar zu Kölns Führungsstruktur

Der "Gemeinsame Ausschuss" ist in Köln das Gremium, in dem die wirklich wichtigen Personalien entschieden werden. Der "Endgegner" quasi, der aktuell in seiner Mehrzahl verhinderte, dass Friedhelm Funkel Trainer des 1. FC Köln bleibt.

Bei allen Verdiensten und Fähigkeiten Funkels wollen die Kölner eine endgültige Entscheidung in der Trainerfrage erst in rund zehn Tagen treffen, vorher noch mit anderen Kandidaten sprechen. Was Funkel, der seine Expertise nachhaltig hinterlegt hatte, zur Absage bewog. Ein verständlicher Schritt.

Sieben Personen trafen also eine Entscheidung, drei von ihnen - der amtierende Vorstand mit Präsident und zwei Vize-Präsidenten - stehen in der momentanen Konstellation kurz vor der Ablösung, weil im Herbst neu gewählt wird. Die klassische "Lame-Duck"-Situation hindert den einen oder anderen der Herren allerdings nicht daran, Entscheidungen zu treffen, deren Folgen sie nicht verantworten müssen.

Es regnete förmlich Armutszeugnisse

Thomas Kessler, dem Sport-Direktor, obliegt nun die Suche nach geeigneten Kandidaten, mit denen es in die Gespräche gehen soll. Wie viele Trainer er ansprechen muss, um den "Gemeinsamen Ausschuss" letztlich zufrieden zu stellen, wird spannend zu beobachten. Immerhin winkte dieses Gremium zuletzt mit Timo Schultz und Gerhard Struber zwei totale Fehlbesetzungen durch, was auch Rückschlüsse auf die Kompetenz der Entscheider zulässt. Ganz zu schweigen davon, wie Geschäftsführer Christian Keller herumfuhrwerken durfte, wie man mit der Causa Potocnik umging und der daraus resultierenden Transfersperre. Es regnete förmlich Armutszeugnisse.

Man denkt gerne groß beim FC, daran hat sich in all den Jahren nichts geändert. Da werden Mehr-Jahres-Pläne erstellt, Partnerschaften mit fernen Ländern eingegangen, von denen man nie mehr etwas hört. Und zwischendurch steigt man entweder auf oder ab, durfte sich sogar in der Conference League überfordern lassen.

Mal sehen, was am Ende dieser Spielzeit herausspringt. Und wenn es nicht läuft und am Ende der Abstieg droht - vielleicht hat Friedhelm Funkel Zeit.