Ulm verlor nicht nur zum Saisonbeginn mit 1:3 in Wiesbaden, die Spatzen mussten nach dieser Partie auch einen extrem bitteren Ausfall beklagen: Kapitän Reichert ging bei einem vermeintlich harmlosen Zweikampf mit Wiesbadens Moritz Flotho unter Schmerzen zu Boden, es kam zunächst raus, dass der Defensivmann einen Kreuzbandriss erlitten hat.
Die Verletzung stellte sich nun allerdings als noch schwerwiegender heraus. "SSV-Kapitän Johannes Reichert wurde am Montag erfolgreich am rechten Knie operiert", gab der SSV Ulm 1846 zunächst die gute Nachricht bekannt, fügte aber an: "Die Ärzte sind mit dem Eingriff zufrieden, mussten jedoch feststellen, dass außer dem Kreuzband auch der Meniskus und der Knorpel Schäden abbekommen haben. Alle drei Verletzungen, die sich der 34-Jährige am 1. Spieltag beim SV Wehen Wiesbaden zugezogen hatte, wurden operativ behandelt."
Das ist natürlich eine Schocknachricht für die Ulmer und den 34-Jährigen. Der Drittligist gab ebenso bekannt: "Nach aktuellem Stand ist davon auszugehen, dass Jo Reichert in der aktuellen Saison nicht mehr für den SSV Ulm 1846 Fußball zum Einsatz kommen wird."
"Werde alles für eine erfolgreiche Reha geben"
Reichert ist in Ulm eine Identifikationsfigur. Der Kapitän spielt seit 1. Juli 2016 für Ulm für die Spatzen und stand seitdem in 285 Partien (32 Tore) auf dem Rasen.
"Ich bin zunächst froh, dass die OP gut verlaufen ist. Dass mein Knie noch mehr abbekommen hat als den Kreuzbandriss, hat sich schon angedeutet", so Reichert. "Ich möchte mich bei allen, die mich in den letzten Tagen unterstützt haben, für die unzähligen Nachrichten und vor allem bei meiner Mannschaft bedanken. Dieser Rückhalt gibt mir viel Kraft und ich werde alles für eine erfolgreiche Reha geben. Von außerhalb des Platzes unterstütze ich die Jungs, so gut ich kann."