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Fürths Abwehr macht Sorgen und hält dennoch erstmals dicht

kicker

Was dem Kleeblatt in der Vorbereitung gegen Herzogenaurach, Ansbach, Halle, Mannheim und Huddersfield nicht glückte, gelang bei der Generalprobe. Gegen Union Berlin blieb das Team von Thomas Kleine ohne Gegentor und gewann so durch ein Traumtor von Kapitän Branimir Hrgota mit 1:0. "Wir können aber einschätzen, dass Union in der Vorbereitung zwei Wochen hinter uns ist", so der Kleeblatt-Coach über die Leistung seines Teams, aber indirekt auch die ideenlose und schludrige Performance des Gegners.

Vor dem Liga-Auftakt am kommenden Sonntag gegen Dynamo Dresden mahnt Kleine vor einem robusten Gegner, zudem werde eine "andere Stimmung und ein anderer Druck" im Stadion zu spüren sein. Mit Noah König, Maximilian Dietz und Neuzugang Brynjar Ingi Bjarnason durften am Samstag drei Feldspieler über 90 Minuten ran, die gemeinsam die Dreierkette bildeten. Durch die Verletzung von Philipp Ziereis und die Erkrankung von Luca Itter ist es gut möglich, dass dieses Trio gegen Dresden verteidigt.

Ziereis hat Rückstand

Ziereis, bei St. Pauli und dem LASK bereits in einer Führungsrolle, soll auch in Fürth die Rolle des Abwehrchefs einnehmen, verpasste seit dem Testspiel gegen Halle allerdings weite Teile der Vorbereitung sowie das Trainingslager komplett wegen einer Muskelverletzung.

Innenverteidigerkollege Itter fehlte gegen die Eisernen ebenfalls - wegen einer Erkrankung. Weil mit Marco John die dritte fest eingeplante Abwehrstammkraft seit längerem nicht auf dem Trainingsplatz und laut Vereinsangaben wegen "Belastungssteuerung" nicht zur Verfügung steht, muss der erste Itter-Vertreter Reno Münz auf der linken Schiene einspringen.

Für diese Position auf der Außenbahn war in der vergangenen Spielzeit noch Roberto Massimo vorgesehen. Mit dessen Verkauf endete ein Engagement, das sich beide Seiten anders vorgestellt hatten. Das Kleeblatt erhält nach kicker-Informationen 300.000 Euro von Gornik Zabrze für einen Spieler, der in Fürth kaum noch Einsatzminuten bekommen hätte.

Reich nur in Turnschuhen

Rechtsverteidiger-Talent Lukas Reich (Blinddarm-OP) ist der vierte potenzielle Stammspieler in der Abwehr, der bei der Saisonöffnungsfeier nur in Turnschuhen statt Stollenschuhen zugegen war. Rechnet man Torwart Timo Schlieck (Oberschenkelverletzung), Mittelfeldabräumer Sacha Bansé und Außenbahnspieler Aaron Keller (beide Aufbautraining) hinzu, standen oder stehen sieben potenzielle Stammspieler nicht zur Verfügung. Kleine hofft zumindest, "dass zwei, drei nächste Woche zurückkehren werden".

Das Leid der einen ist gleichzeitig die Chance der anderen Kollegen. So zeigte sich König gegen den Bundesligisten resolut in den Zweikämpfen. Der Neuzugang von Hoffenheim II offenbarte in manchen Momenten jedoch auch, dass er sich noch an das höhere Tempo gewöhnen muss.

Direkt mittendrin war auch der am vergangenen Mittwoch verpflichtete Bjarnason. Der isländische Nationalspieler hat gegenüber den Kollegen einen Vorteil, der ihm gegen Dresden sehr gute Startelfchancen bringt: In Norwegen läuft die Saison bereits und der Innenverteidiger hat alle 13 Spiele als Stammkraft absolviert.

Gegen Union deutete der 25-Jährige an, was sich die Verantwortlichen von ihm erhoffen - und warum sie nach kicker-Information knapp über 200.000 Euro an Hamarkameratene überwiesen haben.