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Gantenbeins wilder Flug-Hinterkopfball: "Hat sich wie ein Tor angefühlt"

kicker

28 Zweitliga-Einsätze hat Adrian Gantenbein auf dem Konto. Ein Tor ist ihm dabei gelungen, Anfang Februar traf er beim 2:5 gegen Magdeburg. In dieser Saison ist der Rechtsverteidiger noch ohne Scorerpunkt.

Gäbe es aber eine Statistik für spektakuläre Rettungsaktionen, dann würde hinter Gantenbeins Namen eine ganz dicke Eins stehen. Beim Stand von 2:0 für die Königsblauen lief Monju Momuluh in der 35. Minute allein auf Loris Karius zu und machte vieles richtig. Der Außenstürmer lupfte das Leder über den Schalke-Keeper hinweg, Bielefelds Fans hatten den Torschrei schon auf den Lippen.

Doch gefühlt aus einer weit, weit entfernten Galaxis tauchte auf einmal Gantenbein auf, drehte seinen Körper in der Luft noch um einige Grad, um das Leder dann mit einer Art Flug-Hinterkopfball unmittelbar vor der Linie zu klären. Und so zappelte nur er und nicht der Ball im Netz. Eine überragende Rettungsaktion, für die der Schweizer auch noch einen ellenlangen Sprint hatte hinlegen müssen.

"Sich im Anschluss die Rettungsaktion anzusehen, macht schon Spaß", gab Gantenbein zu. "Die Szene hat sich fast wie ein Tor angefühlt." Dass er nach seinem Tiefflug ins Schalker Tor auch noch von Karius vor Freude mächtig durchgeschüttelt wurde, ließ er sichtlich gerne über sich ergehen. Gantenbein sprach ohnehin von einem unglaublich intensiven Spiel. "Bielefeld hat nach der Pause noch einmal alles reingeworfen und wir waren auch etwas am Ende mit den Kräften, weil die Arminia die ganze Zeit am Drücker war. Es war ein glücklicher Sieg, aber das Gück kann man auch erzwingen.“

Katic schnappt sich regungslosen Grodowski

Glück im Unglück hatte unterdessen Joel Grodowski. Der Bielefelder blieb nach einem Zusammenprall mit Karius in der 69. Minute regungslos liegen. Der ebenfalls in die Szene involvierte Nikola Katic zögerte keine Sekunde und beförderte Grodowski in eine stabile Seitenlage. Katic sagte, dass sich das Ganze hinter seinem Rücken abgespielt habe. "Als ich ihn dort habe liegen sehen, habe ich ihn direkt auf die Seite gedreht", erklärte der 28-Jährige. Letztlich kam Grodowski schnell zu sich und mit dem Schrecken davon. Trainer Mitch Kniat wechselte seinen Angreifer dennoch umgehend aus, offenbar als Vorsichtsmaßnahme.

Schalke brachte danach das 2:1 und damit den dritten Sieg in Folge über die Zeit und ist nun Tabellenzweiter, obwohl Bielefeld auch nach der Pause den Ton überwiegend angab. "Wir wussten, dass das noch richtig heavy werden würde, aber meine Jungs haben alles reingeworfen und jeden Ball verteidigt", freute sich Muslic. "Es war ein glücklicher Sieg heute, aber damit kann ich leben, denn es gleicht sich immer alles aus."