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Gechter: Neue Wirkung in neuer Rolle

kicker

Die Negativ-Schlagzeilen in den Tagen vor dem Spiel? Sind an Linus Gechter vorbeigerauscht. "Ich lese das gar nicht", sagt Gechter. "Da muss jeder selbst gucken, was er liest. Ich konzentriere mich Woche für Woche einfach." Beim 3:0-Sieg in Nürnberg war das zu spüren. Hertha BSC war nicht fehlerfrei, aber bei sich und sehr klar in seinem Spiel - und auf Gechter, der in diesen Wochen in neuer Rolle mitwirkt, traf das auch zu.

In Nürnberg bekam Leitls Idee Konturen

Der etatmäßige Innenverteidiger bekam in Nürnberg wie schon in der Vorwoche gegen den SC Paderborn (0:2) von Trainer Stefan Leitl das Mandat für die Rechtsverteidiger-Position - und den Vorzug gegenüber Julian Eitschberger. Vor Wochenfrist verpuffte die Maßnahme, Gechter quittierte gegen die Ostwestfalen nach einer eher blassen Vorstellung zur Halbzeit mit Wadenproblemen den Dienst.

In Nürnberg bekam Leitls Idee Konturen. Der deutsche U-21-Nationalspieler war in der Defensive weitgehend auf der Höhe und setzte im Spiel nach vorn Wirkungstreffer. Am Berliner 2:0 von Michael Cuisance war er mit der Verlagerung auf Jon Dagur Thorsteinsson entscheidend beteiligt (42.) - ein Tor, das Leitl in seiner Analyse als beispielhaft pries: "Wie wir das herausspielen, so stell' ich mir das vor."

"Mir macht alles, was ein bisschen nach vorn geht, Spaß"

Später stand Gechter dicht vor einem eigenen Torerfolg. Nach einer Kopfballablage von Dawid Kownacki schoss der Abwehrspieler aus der Drehung ans Außennetz (78.). In der Nachspielzeit traf Gechter per Kopf zum vermeintlichen 4:0 - und bekam wegen eines Schubsers das Tor von Referee Marc Philip Eckermann zur eigenen Überraschung ("Ich wundere mich auch") aberkannt.

Die neue Rolle, die Gechter in der Vergangenheit gelegentlich schon gespielt hat, "macht Spaß", sagt er. "Mir macht sowieso alles, was auch ein bisschen nach vorn geht, Spaß. Deshalb freue ich mich, da spielen zu können, und es tut mir auch gut." Nach seiner Gelb-Roten Karte, die er in Hannover (3:0) absaß, und der Umstellung von Dreier- auf Viererkette war sein Stammplatz in der Innenverteidigung erstmal weg. Jetzt geht es außen weiter für Gechter, der seine Vielseitigkeit als Vorteil sieht: "Zwei Positionen spielen zu können, ist immer gut." Er könnte recht haben.