Nachdem der portugiesische Erstligist die Qualifikation zur Europa League perfekt machte, sagte nun auch Florian Grillitsch nach langem Ringen zu. Der 30-Jährige verlässt die TSG endgültig und unterzeichnet dort - wie der kicker bereits vorab berichtete - einen neuen Zweijahresvertrag.
Das Tischtuch war schon 2022 erstmals zerrissen
Damit endet eine lange Zeit durchaus erfolgreiche, aber auch komplizierte und von Rückschlägen belastete Beziehung zwischen dem Österreicher und Hoffenheim. Schließlich hatte der 2017 ablösefrei von Werder Bremen geholte Mittelfeldspieler unter dem damaligen Coach Julian Nagelsmann die bislang erfolgreichste Hoffenheimer Episode in der Champions League erlebt und mit geprägt.
Später allerdings war das Tischtuch ein erstes Mal zerrissen, als die TSG Grillitsch trotz eines Angebotes über knapp zehn Millionen Euro einen Wechsel zu Italiens Rennommierklub AC Mailand versagte. Der gerne auch als Aufbauspieler aus der hintersten Linie in der Dreierkette eingesetzte Grillitsch ließ danach frustriert seinen Vertrag auslaufen, und wechselte spät im Sommer 2022 zu Ajax Amsterdam.
Ilzer sortierte Grillitsch sofort aus
Nach einer wenig erfolgreichen Saison kehrte Grillitsch erneut ablösefrei nach Hoffenheim zurück. Doch nach den Entlassung von Trainer Pellegrino Matarrazzo hatte dessen Nachfolger Christian Ilzer als erste Amtshandlung im vergangenen November Grillitsch aussortiert, weil dessen Spielart nicht kompatibel sei mit der fortan angestrebten. Im Wnter hatte sich Grillitsch nach Spanien zum letztlich abgestiegenen Schlusslicht Valladolid verleihen lassen, nun folgt der finale Schnitt.
Braga hatte sich mehrfach intensiv um Grillitsch bemüht, der wartete aber lange die Entwicklung auf dem Markt ab und die finale Qualifikation Bragas für die Europa League. Dem Vernehmen nach gab es auch Interesse eines Bundesligisten und eines spanischen Klub, die beide allerdings nicht international spielen.
In enger Abstimmung mit Nationalcoach Rangnick
Deshalb entschied sich Grillitsch nun wohl auch in enger Abstimmung mit Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick für Braga. Rangnick hatte den Techniker stets gestützt und auch trotz der schwierigen sportlichen Lage weiter nominiert. Auch für die erste Maßnahme in diesem WM-Jahr ist Grillitsch wieder dabei, der hat nun die Voraussetzungen geschaffen, sich mit regelmäßiger Spielzeit bei einem international vertretenen Klub auf die WM im kommenden Jahr vorzubereiten.