Die WM 2026 wirft ihre Schatten voraus, 18 von 48 Teams haben sich bereits für die Titelkämpfe qualifiziert. Doch noch bevor der erste Ball mit dem aufgeblähten Teilnehmerfeld in den USA, Mexiko und Kanada gespielt wird, richtet sich der Blick auch schon auf die WM 2030. Eine erneute Aufstockung steht im Raum.
Anfang März gab es einen ersten Vorschlag beim FIFA-Rat. "Die Idee wurde zur Kenntnis genommen, da die FIFA verpflichtet ist, jeden Vorschlag eines ihrer Ratsmitglieder zu prüfen", hieß es damals von der FIFA. Uruguays Verbandspräsident Ignacio Alonso soll den Anstoß gegeben haben. Sein Land ist Co-Gastgeber der WM 2030, die zudem in Argentinien, Paraguay, Portugal, Spanien und Marokko ausgetragen wird.
Der Vorschlag, zur Feier des 100-jährigen Bestehens der WM mit 64 Teams an den Start zu gehen, stieß auf heftigen Gegenwind aus Europa und Asien, wurde nun aber am Dienstag dennoch zur Diskussion gestellt. Die FIFA um Präsident Gianni Infantino hat sich in New York mit hochrangigen Vertretern aus Politik und Verbänden getroffen, um die Erweiterung auf 64 Mannschaften zu erörtern.
Dominguez glaubt an "eine historische WM 2030"
"Wir glauben an eine historische WM 2030", erklärte CONMEBOL-Präsident Alejandro Dominguez nach dem Treffen. Auch Santiago Pena und Yamandú Orsi, die Staatspräsidenten von Paraguay sowie Uruguay stehen ebenso für die Idee einer Aufblähung wie die Chefs der nationalen Verbände aus Argentinien, Paraguay und Uruguay. "Wir rufen dazu auf, groß zu träumen. Denn wenn Fußball von allen gelebt wird, ist das Fest wahrhaft global", meinte Dominguez.
Fakt ist, dass dann bei dem Turnier 2030 128 Spiele über die Bühne gebracht werden müssen, um den Weltmeister zu küren.