In neun Tagen meldet sich die Regionalliga Bayern mit dem Eröffnungsspiel zwischen der SpVgg Ansbach und der SpVgg Bayreuth (Anstoß 19 Uhr) aus der Sommerpause zurück. Am Montag lud der Bayerische Fußballverband (BFV) die Klub-Vertreter der bayerischen Spitzenliga zur Sommertagung in den Xaver-Bertsch-Sportpark in die mittelfränkischen Bezirkshauptstadt ein.
Eines der bestimmenden Themen, die BFV-Präsident Christoph Kern in dieser Runde aufgriff, war eine mögliche Reform der fünf deutschen Regionalligen, die sich in den vergangenen Monaten zum bestimmenden Thema der Spielklasse entwickelt hat. Während der Tagung habe Kern die Vereine über die Überlegungen und Gedanken des Verbandes zu dieser Angelegenheit informiert.
„Fest steht, dass wir das zweifelsfrei vorhandene Problem mit der Forderung 'Der Meister muss aufsteigen' nicht einfach in unsere Bayernligen verlagern werden.“ (BFV-Präsident Christoph Kern)
Grundsätzlich würde man sich in Bayern einer Änderung der bestehenden Aufstiegsregelung nicht verschließen. Allerdings hat Kern für einen möglichen Reformprozess bereits jetzt klare rote Linien definiert. "Fest steht für mich, dass wir das zweifelsfrei vorhandene Problem mit der Forderung 'Der Meister muss aufsteigen' nicht einfach in unsere Bayernligen verlagern werden", stellte der BFV-Chef klar.
"Wenn, brauchen wir eine nachhaltige und durchdachte Lösung. Dafür muss aber auch klar sein, dass dieser Kreis der Klubs, wie er hier heute vertreten ist, das auch explizit so will. Entscheidend wird sein, dass wir nach diesem internen Prozess zu einer Meinung kommen - das ist die Aufgabe der kommenden Wochen", deutete Kern eine Meinungsabfrage unter den Regionalliga-Klubs an.
BFV-Saisonreport bringt erfreuliche Ergebnisse
Ferner hat der BFV in seinem Saisonreport 2024/25 die wichtigsten Kennzahlen der abgelaufenen Spielzeit in der Regionalliga Bayern veröffentlicht. "Erfreulicherweise verzeichnen wir in der abgelaufenen Spielzeit an vielen Stellen Zuwächse: Die Zahl der Zuschauerinnen und Zuschauer in den Stadien ist leicht angewachsen. Insgesamt wurden in der regulären Regionalliga-Saison 303.337 Tickets verkauft und damit 9.480 (+3,2 Prozent) mehr als im Vorjahr."
Im bundesweiten Vergleich mit den Nachbar-Staffeln hinkt die bayerische Gruppe dennoch deutlich hinterher. Mit einem Schnitt von 3.018 Zuschauern ist die Regionalliga Nordost die am besten besuchte Liga. Dahinter kommen die Staffeln West (2.280), Südwest (1.729) und Nord (1.459). Bayern belegt mit nur 991 Zuschauern pro Spiel den letzten Platz.