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Hamburg-Derby zum Jahresabschluss: St. Pauli II kämpft gegen die Statistik

kicker

In der bisherigen Regionalligasaison wurden bereits 185 von insgesamt 306 Spielen absolviert. Die 186. und letzte Partie des Jahres hat es nochmal in sich: das immer wieder brisante Hamburger Derby zwischen den Nachwuchsteams des HSV und des FC St. Pauli. Während bei den Profis aktuell die Braun-Weißen den imaginären Titel "Stadtmeister" tragen dürfen, ist die U 21 des HSV seit zwölf Regionalligaduellen ungeschlagen.

Von den bislang 185 Saisonspielen endeten 16 mit einem 1:1. Siebenmal war St. Pauli an diesem Ergebnis beteiligt, gleich dreimal in der letzten Woche. Die Resultate gegen den VfB Lübeck (1:1), VfB Oldenburg (1:1) und SV Jeddeloh (1:1) waren aller Ehren wert und teilweise hervorragenden Leistungen geschuldet - aber am Ende des Tages hängt die Rote Laterne weiterhin bei den Kiezkickern, die nach drei Versuchen in acht Tagen weiterhin auf ihren ersten Heimsieg warten müssen und seit neun Partien sieglos sind.

„Sie müssen weiter daran glauben, dass sie auch solche Spiele gewinnen können.“ (Interimstrainer Karsten Neitzel)

Dennoch zeigte sich Interimstrainer Karsten Neitzel mit dem Punkt gegen Jeddeloh zufrieden: "Ich freue mich, dass sich die Jungs am Ende noch belohnen konnten. Das haben sie sich verdient. Sie müssen weiter daran glauben, dass sie auch solche Spiele gewinnen können."

Schwächster Angriff der Liga

Dazu sind allerdings mehr Treffer notwendig. Mit gerade mal 23 Toren stellt St. Pauli auch in dieser Statistik das Schlusslicht. Die jungen Spieler brauchen zu viele Chancen, der Verlust der erfahrenen Stürmer Julian Ulbricht (aktuell 19 Treffer für Meppen) und Johann von Knebel (sieben Tore für Oberligist Dassendorf) konnte nicht kompensiert werden, was auch der Verletzungsmisere in der Offensive geschuldet ist.

Was Neitzel bemängelt, ist die fehlende Konstanz. Vor einigen Wochen war es meistens die Schlussphase, in der die Leistungen einbrachen und Punkte verloren gingen, zuletzt kam sein Team schwer ins Spiel, verschlief eher die Anfangsphase. Der Lernprozess, dass in der Regionalliga über 90 Minuten auf hohem Niveau abgeliefert werden muss, ist noch nicht abgeschlossen.

Formkurve spricht klar für den HSV

Da ist der ewige Lokalrivale schon ein paar Schritte weiter. Mitte September steckte der HSV nach vier Punkten aus acht Partien auch mitten im Abstiegskampf. Doch dann bekam das Team von Trainer Lukas Anderer die Kurve - auch dank der Unterstützung des erfahrenen Levin Öztunali und des wiedergenesenen Profis Immanuel Pherai, der in drei Einsätzen vier Treffer erzielte. Seitdem holte der Bundesliganachwuchs aus zehn Partien 21 Punkte und könnte nun mit einem Sieg sogar noch auf Platz 6 springen.

Doch auch wenn der HSV die vergangenen sechs Duelle gegen St.Pauli alle gewonnen hat, dabei 20 Tore erzielte und somit alle Zahlen für die Rothosen sprechen: Ein Stadtderby hat dann doch noch einmal andere Gesetze und löst Emotionen und Rivalitäten aus. Viele Akteure kennen sich und die besondere Atmosphäre schon jahrelang aus dem Jugendbereich, wo sie in der Hamburger Auswahl dann auch zusammenspielten und Freundschaften entstanden. Allerdings: Auf ein 1:1 wird man sich auf dem Platz sicher nicht einigen.