Bereits zum zweiten Mal lud der DFB alle Trainer der 3. Liga zu einem "ausführlichen Austausch" ein, wie der Verband mitteilte. Ähnlich wie beim ersten Treffen in der Winterpause der vergangenen Saison sprachen die Schiedsrichter im Rahmen ihres Trainingslagers mit den Coaches fast vier Stunden über zahlreiche Themen wie etwa dem Regelwerk, dem gegenseitigem Umgang oder die Rolle des Vierten Offiziellen, der zur vergangenen Spielzeit eingeführt wurde, um die Kommunikation zwischen den Verantwortlichen der Vereine und dem Schiedsrichterteam auf dem Platz während des Spiels zu verbessern.
Thema beim Dialog der Unparteiischen mit dem Trainer-Quintett aus Dominik Glawogger (Waldhof Mannheim), Marian Wilhelm (Viktoria Köln), Dietmar Hirsch (MSV Duisburg), Tobias Strobl (SC Verl) und Victor Kleinhenz (1. FC Schweinfurt), die der Einladung gefolgt waren, war auch der sogenannte Handshake-Dialog, der ab der neuen Saison Anwendung findet. Dabei findet rund 70 Minuten vor Anstoß des Spiels ein Austausch zwischen den Trainern zusammen mit ihren Kapitänen sowie dem Schiedsrichterteam statt.
Dieser weitet die Kommuniaktionsmöglichkeiten zwischen beiden Seiten rund um eine Ligapartie weiter aus. Bereits beim vorherigen Treffen in der Winterpause wurde die Einführung von Feedbackgesprächen beschlossen, für die nach dem Spiel die Trainer freiwillig den Kontakt mit dem Schiedsrichter suchen können.
Strobl: "Sehr offener und konstruktiver Austausch"
"Man sieht als Trainer im Alltag häufig nur den Schiedsrichter und zu selten den Menschen dahinter. Das hat sich durch dieses sehr gute Treffen geändert, ich habe ein vollständigeres Bild bekommen und bin sehr froh darüber", erklärte Duisburgs Coach Hirsch, für den durch den langen Dialog eine "stärkere persönliche Bindung" mit den Unparteiischen entstanden sei.
"Es war ein sehr offener und konstruktiver Austausch", lobte auch Strobl, der am ersten Spieltag in Mannheim mit Verl sein Drittliga-Debüt feiert, die Veranstaltung. Den Handshake-Dialog betrachtet er als "sehr gute Idee". Gleichzeitig hofft er bei womöglich zukünftigen Treffen mit den Schiedsrichtern wie diesem auf "noch mehr Teilnehmer auf der Trainerseite".
Immerhin: Mit dem angesprochenen Quintett folgte bereits ein Trainer mehr der Einladung als noch bei der ersten Auflage. Am 1. August startet die 3. Liga mit dem Duell der Traditionsvereine Rot-Weiss Essen gegen 1860 München in die neue Saison.