Sechs Treffer erzielte Mannheims Felix Lohkemper an den ersten zehn Drittligaspieltagen. Eine starke Quote, die man im Auer Kader vergeblich sucht. Julian Guttau bekleidet mit drei Toren den teaminternen Spitzenplatz und ist damit Ausdruck der insgesamt noch nicht heiß gelaufenen Erzgebirge-Offensive. Zehn Treffer schlagen in ebenso vielen Spielen zu Buche.
Am Freitagabend (19 Uhr, LIVE! bei kicker) wird es für Aue daher besonders darauf ankommen, den Zielspieler der Gäste auszubremsen. Im Duell mit dem Waldhof könnte der Tabellen-16. durch einen Dreier am direkten Gegner auf Platz elf vorbeispringen. Wobei der Heimsieg ob der eigenen Ladehemmungen wahrscheinlicher wird, je weniger Szenen Lohkemper bekommt.
Gemeinsame Zeit in Magdeburg
"Den sollten wir schon auf dem Schirm haben", hielt auch Jens Härtel auf der Spieltagspressekonferenz fest. Der 56-Jährige kennt den Ex-Nürnberger aus gemeinsamen Tagen in Magdeburg, seit denen Lohkemper allerdings "schon noch was dazugelernt" habe: "Er ist jetzt ein richtig eiskalter Torjäger, der natürlich genau weiß, welche Räume er belaufen muss, wo er stehen muss, wie er sich bei Standards absetzt oder wegschleicht."
Dass der Schwerpunkt Härtels dieser Tage auf der Arbeit gegen den Ball liegt, ist allerdings nicht nur seinem ehemaligen Schützling zuzuschreiben. "Wenn wir geschlossen alle den Fokus haben, gut zu verteidigen, haben wir nach vorne immer Möglichkeiten, weil wir einfach individuelle Qualität und unsere Abläufe haben. Das haben wir die ganze Saison gezeigt", deutete er an, trotz fehlender Ausbeute mit dem Offensivspiel seines Teams zufrieden zu sein. "Wir müssen halt stabil stehen, das ist für uns der Punkt."
Darüber hinaus habe Mannheim mit 18 Gegentreffern bisher defensiv nicht überragt. "Sie schießen viele Tore, kriegen aber auch viele rein." Ein Ansatzpunkt für die individuelle offensive Klasse, die Härtel in seiner Mannschaft sieht: "Da gilt es für uns, diese Räume zu finden und diese Wege zu machen, um Freitagabend hier zu Hause dieses Spiel zu gewinnen."
Ein klar umrissenes Ziel, das die vierte ungeschlagene Partie in Serie bedeuten und den Aufwind im Erzgebirge bestätigen würde - den Härtel unbedingt aufrechterhalten möchte: "Es gilt für uns, dranzubleiben und das Momentum bei uns zu behalten."