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Hendrich fordert: "Dürfen unsere Stärken nicht vergessen"

kicker

Aus Zürich berichtet Gunnar Meggers

"Die Kathy ist eine wunderbare Person. Über sie kann man nur Positives sagen", schwärmt Maren Meinert, die Co-Trainerin der Nationalmannschaft. Die Kathy, das ist Kathy Hendrich, fast schon ein Urgestein in der deutschen Nationalmannschaft. 2014 hat sie debütiert, seitdem sieben große Turniere im DFB-Trikot bestritten. 2016 gewann sie mit dem deutschen Team bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Goldmedaille. Nun hofft sie auf den ersten Europameister-Titel ihrer Karriere.

Klar ist aber schon jetzt: Die Pause nach der EM wird für Hendrich kurz. Nur sieben Tage hat sie nach dem Ausscheiden der deutschen Elf oder der nach dem Finale Zeit, um ihren Umzug über den großen Teich vorzubereiten. Nach fünf Jahren Hendrich beim VfL Wolfsburg wechselt die 33-Jährige in die USA, spielt zukünftig für die Chicago Red Stars. Und da sich die Saison in Amerika am Kalenderjahr orientiert, ist Hendrichs neuer Klub daran interessiert, dass die neue Abwehrspielerin schnell ins Training und den Spielbetrieb einsteigt.

Mindestens bis zum Samstag und dem Viertelfinale gegen Frankreich in Zürich richtet Hendrich ihren Fokus aber auf die Europameisterschaft. Sie sagt: "Wir sollten uns bewusst machen, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, in der K.-o.-Runde zu stehen. Darauf können wir stolz sein. Wir müssen Ruhe bewahren. Mit vollem Fokus und Lockerheit ins Spiel gehen."

Hendrich eine Option für die Startelf

Zum Stammpersonal zählt Hendrich bei diesem Turnier eigentlich nicht. Eine hartnäckige Muskelverletzung warf sie in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison zurück. Rebecca Knaak von Manchester City spielt auf der linken Position in der Innenverteidigung. Aber Knaaks Leistung am vergangenen Samstag bei der 1:4-Niederlage gegen Schweden war nicht ausreichen (kicker-Note: 5). Die Innenverteidigerin musste nach missratener erster Hälfte im Stadion Letzigrund ihren Platz für Hendrich räumen.

Diese wiederum spielte zumindest solide und wäre mit ihrer Schnelligkeit eine ernsthafte Option für die Startelf gegen die flinken Französinnen. "Wir wissen um die Stärken der Französinnen, dürfen aber auch unsere eigenen Stärken nicht vergessen", fordert Hendrich vor dem Viertelfinale in Zürich. "Wir wissen, dass es ein K.-o.-Spiel ist und dass die kleinste Nachlässigkeit zu einem Gegentor führen kann. Bisher haben wir noch nicht unser volles Potenzial ausgeschöpft.