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Hertha braucht weitere Abgänge

kicker

Nach den Millionen-Verkäufen von Maza und Scherhant

Mit den Transfers von Spielgestalter Ibrahim Maza (für zwölf Millionen Euro Ablöse nach Leverkusen) und Derry Scherhant (für zwei Millionen Euro nach Freiburg) sind zwei Verkäufe abgewickelt. Die beiden Eigengewächse brachten Hertha BSC Geld, das der Hauptstadtklub, der auch in diesem Sommer einen Transferüberschuss in zweistelliger Millionenhöhe erwirtschaften muss, dringend braucht.

Getan ist es damit indes noch nicht. "Es muss schon noch was auf der Abgangsseite passieren, auch um unser Gehaltsbudget zu entlasten", sagt Herthas Finanzgeschäftsführer Ralf Huschen. "Wir sind aber auch da auf einem sehr guten Weg."

Für Ibrahim interessieren sich Klubs aus Championship und League One

Wen Huschen im Blick hat, liegt auf der Hand. "Es ist kein Geheimnis, dass wir da aktuell über die Leihspieler sprechen", sagt Sportdirektor Benjamin Weber. Konkret: Für Innenverteidiger Agustin Rogel (Internacional Porto Alegre/Vertrag bei Hertha bis 2026), Linksaußen Kelian Nsona (FC Emmen/2026) und Mittelfeldspieler Bradley Ibrahim (Crawley Town/2027) sucht der Hauptstadtklub Abnehmer.

Für den uruguayischen Ex-Nationalspieler Rogel, der zuletzt seinen Stammplatz bei Internacional verloren hat, besitzt der brasilianische Erstligist eine bis zum 30. Juni gültige Kaufoption. Die wird Porto Alegre aller Voraussicht nach nicht ziehen. Dennoch ist Hertha zuversichtlich, für den Abwehrspieler einen Käufer zu finden. Der 27-Jährige hat dem Vernehmen nach sowohl in Südamerika als auch in Mexiko und Europa einen Markt.

Auch für den früheren englischen U-18-Nationalspieler Ibrahim, der sich bei League-One-Absteiger Crawley Town als Stammkraft durchsetzen konnte, gibt es sowohl in der Championship als auch in der League One Nachfrage.

Für Nsona, der nach schwierigen Jahren mit mehreren schweren Knieblessuren beim niederländischen Zweitligisten Emmen wieder seinen Rhythmus fand und eine gute Saison abspulte (13 Tore/5 Assists in 38 Liga-Spielen), sollen sich Klubs aus dem Benelux-Raum und seiner Heimat Frankreich interessieren.

Nsona und Rogel besitzen teure Altverträge

Nsona und Rogel, die beide im Jahr 2022 - also zu Bundesligazeiten - nach Berlin kamen, besitzen stattlich dotierte Altverträge. Auch deshalb forciert der Zweitligist mit Blick auf die zwingend gebotene Reduzierung der Gehaltskosten ihren Verkauf.

Das Leihspieler-Trio steht im Fokus, weitere Abgänge sind aber ebenfalls denkbar. Der mit seinen geringen Einsatzzeiten unzufriedene Palko Dardai gilt als wechselwillig. Hertha hatte im Vorjahr den Vertrag des 2023 vom ungarischen Erstligisten Fehervar zurückgekehrten Offensiv-Allrounders vorzeitig um ein Jahr bis 2027 verlängert, dies aber nicht kommuniziert. Jetzt deutet sich ein vorzeitiger Abschied von Dardai, mit dem sich unter anderem Zweitligist Karlsruher SC beschäftigt, an.