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Hertha will raus aus der Heimschläfer-Rolle

kicker

Es war eine Bilanz des Grauens: nur vier Siege und 17 Punkte in 17 Spielen im Olympiastadion, Platz 18 in der Heimtabelle - Hertha BSC war in der vergangenen Saison auf dem eigenen Rasen für die meisten Gegner keine sonderlich hohe Hürde. Der fatale Trend setzt sich bislang in dieser Spielzeit, in der der Hauptstadtklub den Aufstieg als Ziel ausgerufen hat, fort: kein Tor in 180 Minuten, 0:0 gegen den Karlsruher SC, 0:2 gegen die SV Elversberg.

Das soll sich am Samstag gegen den SC Paderborn ändern. "Die Basis für eine erfolgreiche Saison müssen die Heimspiele sein", sagte Hertha-Coach Stefan Leitl in der Spieltagspressekonferenz am Donnerstag. "Das KSC-Spiel war nicht gut, aber okay. Gegen den KSC darf man auch mal Unentschieden spielen. Das Spiel gegen Elversberg war ganz, ganz schwierig für uns."

Vor einem Jahr gewann Paderborn - dank des Berliners Bilbija

Gegen den SC Paderborn, der zum Saisonstart im Vorjahr mit dem gebürtigen Berliner Filip Bilbija als Matchwinner mit 2:1 bei Hertha triumphiert hatte, bietet sich am Samstag die nächste Chance, die Heimbilanz aufzuhübschen. Der 3:0-Erfolg bei Spitzenreiter Hannover am vergangenen Samstag war für Leitls Team Befreiung und Benchmark zugleich. "Das war energetisch absolut auf Top-Level", sagte der Trainer. "Wenn man gesehen hat, wie sich die Jungs unterstützt haben, wie sie Kleinigkeiten wie gewonnene Zweikämpfe und gute Bälle selbst gefeiert haben, war das absolut top. Das ist das, was wir aus dem Spiel mitnehmen können: dass es uns gelingen muss, diese Energie auf Dauer aufs Feld zu bekommen."

Das Spiel in Hannover brachte die Energie-Wende

Der Gegner hat es erneut in sich - und nach dem Abschied von Lukas Kwasniok (jetzt 1. FC Köln) auch unter dessen Nachfolger Ralf Kettemann offenkundig nichts von seiner fußballerischen DNA und Stringenz eingebüßt. "Paderborn ist eine richtig gute Mannschaft, die uns auf einem ähnlichen Niveau fordern wird wie Hannover 96", betonte Leitl.

"Paderborn verfügt über sehr viel gutes Personal und spielt sehr flexibel Fußball. Das ist eine Mannschaft, die immer nach vorn spielt, die hoch attackiert, aber situativ auch mal ein bisschen tiefer stehen kann." Sein Gegenrezept: "Es geht darum, diszipliniert und kontrolliert Fußball zu spielen und - wenn's geht - selbst in Führung zu gehen. Wir brauchen alle Phasen des Spiels, um zu gewinnen."

Meint: Top-Level mit Ball, gegen den Ball, in Umschaltmomenten und Standardsituationen. Die Energie-Wende aus dem Hannover-Spiel soll aus Berliner Sicht am Samstag ihre Fortsetzung finden - und die Heim-Misere endlich ihr Ende.