"Die Hoffnung heißt Laping" titelte der kicker im Mai 2024, als Arminia Ludwigshafen um den Klassenerhalt kämpfte. Seinerzeit war der Ex-Profi als Trainer im Saisonfinish für eine Partie eingesprungen. Unter seiner Leitung holte der Klub einen 3:0-Erfolg bei Wormatia Worms und blieb in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Knapp eineinhalb Jahre später ist diese Formulierung aktueller denn je. Wieder ruhen die Hoffnungen auf Marco Laping, der im Januar 2026 erneut in Ludwigshafen übernehmen wird.
Schon nach dem 3. Spieltag kam es zur Trennung von Trainer Chris Chorrosch, auf den interimsweise Matteo Monetta folgte. Unter seiner Leitung glückte auch der bislang einzige Erfolg: ein 1:0-Heimsieg gegen Aufsteiger FV Dudenhofen. Der 41-Jährige hat aktuell das Sagen und soll im neuen Jahr als Co-Trainer mit Laping zusammenarbeiten. Nach dem 9. Platz in der vergangenen Serie war die Arminia mit dem Ziel gestartet, sich von den Abstiegsplätzen fernzuhalten - nach sieben Niederlagen aus den ersten neun Partien ziert sie nun gemeinsam mit Eppelborn das Tabellenende. "Diese Lage haben wir uns in den schlimmsten Träumen nicht vorgestellt", betont Markus Impertro. Bei der 0:5-Niederlage gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer TuS Koblenz am vergangenen Samstag machte der Sportliche Leiter sogar einen "Klassenunterschied" aus.
Kellerduell in Eppelborn
Zwar musste Ludwigshafen im Sommer den Abgang von Schlüsselspieler Nico Pantano (TuS Mechtersheim) verkraften, mit einer derartigen Talfahrt sei aber nicht zu rechnen gewesen. "Zum Teil sind wir ein wenig ratlos", sagt Impertro: "Es ist eine schwierige sportliche Situation." Entsprechend hoch ordnet er die Bedeutung der nächsten Aufgabe ein. Schon am Mittwoch (19:30 Uhr) gastiert die Arminia beim FV Eppelborn. Die Saarländer unterlagen am Sonntag dem SV Gonsenheim (1:3) und haben nicht nur ebenfalls erst vier Zähler auf dem Konto, sondern auch das exakt gleiche Torverhältnis (9:23). Impertro: "Wer dieses Spiel gewinnt, hält den Anschluss. Ich vermute, dass zwei verunsicherte Mannschaften aufeinandertreffen werden." Am Wochenende kommt dann der Tabellenzweite Wormatia Worms nach Ludwigshafen (Samstag, 16 Uhr).
Laping kann aus zeitlichen Gründen - der 47-Jährige ist als Selbstständiger in der Sportartikelbranche tätig - nicht sofort einspringen, hat sein künftiges Team aber natürlich schon gesehen. Der ehemalige Zweitliga-Akteur (1. FC Saarbrücken) lobt den Kader als "relativ gut zusammengestellt", benennt aber auch Gründe für die missliche Lage: "Es gibt viele Verletzte und der Fitnesszustand ist nicht ideal."
Stoßen die derzeit ausfallenden Akteure wieder dazu, sei das Team aber "so stabil, dass der Klassenerhalt geschafft werden kann". Dies sei das Ziel in dieser Serie; anschließend gehe es darum, "sich vernünftig aufzustellen, um auch die Topmannschaften der Liga ärgern zu können". Optimistisch stimmt ihn sein künftiges Trainerteam um Matteo Monetta, das komplett übernommen werden soll. "Grundsätzlich ist das sehr gut. Wir sind natürlich auch jetzt schon im Austausch." Ohnehin sei sein alter und neuer Verein "eine Herzensangelegenheit" für den A-Lizenz-Inhaber - schließlich wird es Lapings viertes Engagement in Ludwigshafen sein: "Ich glaube nicht, dass ich aktuell bei einem anderen Verein den Trainerjob übernehmen würde."