Bis der 1. FSV Mainz 05 erstmals seit 2016 wieder im Europapokal antritt, dauert es noch zweieinhalb Wochen. Aber schon an diesem Montag blicken Rheinhessen gespannt Richtung UEFA-Zentrale: In Nyon werden um 14 Uhr die Paarungen für die Conference-League-Play-offs ausgelost. Dann wissen die Mainzer auch, ob sie mit einem Heim- oder Auswärtsspiel auf Europas Bühne zurückkehren.
Der Tabellensechste der vergangenen Bundesliga-Saison geht als gesetzte Mannschaft in die finale Runde vor der Ligaphase und damit Gegnern wie FA-Cup-Sieger Crystal Palace oder Serie-A-Klub AC Florenz aus dem Weg. Seit Montagmorgen steht fest, welche acht Kontrahenten für den FSV in den Play-offs infrage kommen.
Mainz wird auf eines der folgenden acht Teams treffen, die allesamt in der 3. Runde der Europa- oder Conference-League-Qualifikation gefordert sind:
PAOK Saloniki (Griechenland) gegen Wolfsberger AC (Österreich) BK Häcken (Schweden) gegen Brann Bergen (Norwegen)Riga FC (Lettland) gegen Beitar Jerusalem (Israel)Rosenborg Trondheim (Norwegen) gegen Hammarby IF (Schweden)
PAOK und der WAC stehen sich ebenso wie Häcken und Bergen in der Europa-League-Qualifikation gegenüber, Riga und Jerusalem beziehungsweise Rosenborg und Hammarby in der Conference-League-Qualifikation. In allen vier Fällen finden die Hinspiele an diesem Donnerstag statt, die Rückspiele exakt eine Woche später. Die Mainzer bekommen es demnach mit einem Verlierer der oberen beiden Paarungen und einem Gewinner der unteren beiden Paarungen zu tun - wobei die Chance auf einen Gegner aus Skandinavien angesichts von jeweils zwei Klubs aus Norwegen und Schweden erhöht ist.
Das heißt, dass sich der Kreis der möglichen Mainzer Gegner heute Mittag auf zwei verkleinert, ehe am 14. August der tatsächliche Gegner feststeht. Wichtig für den Bundesligisten ist aber auch, dass mit der heutigen Auslosung schon klar ist, ob er wie erhofft zuhause starten kann.
Zwischen Pokal- und Bundesliga-Start nach Trondheim?
Das Hinspiel in den Play-offs ist nämlich nur drei Tage nach dem DFB-Pokal-Erstrundenspiel bei Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden (18. August, 18 Uhr) und drei Tage vor dem Bundesliga-Auftakt gegen den 1. FC Köln (24. August, 15.30 Uhr) angesetzt. Eine Reise nach Trondheim käme da zwischendurch nicht unbedingt gelegen. Immerhin: Nach Jerusalem müsste der FSV auch dann nicht reisen, wenn Beitar der Gegner wäre. Der israelische Vorjahresvierte und Pokal-Finalist trägt seine Europapokal-Heimspiele im rumänischen Ploiesti aus.
Noch immer hoffen die Mainzer allerdings, dass das Pokal-Spiel in Dresden, das der DFB wegen eines dortigen Stadtfestes auf den Montag terminiert hatte, noch einmal neu angesetzt wird. Mitte Juli hatte der FSV angekündigt, vors Bundesgericht zu ziehen.