Am späten Freitagabend hat The Athletic den Transfer von Leverkusens Piero Hincapie zum FC Arsenal als komplett ausverhandelt verkündet. Eine Meldung, die sogleich von weiteren Medien bestätigt wurde. Der FC Arsenal zahlt demnach ein Ablösepaket von 52 Millionen Euro an Bayer, zudem erhält der Werksklub eine Weiterverkaufsbeteiligung von zehn Prozent.
Allerdings dementierte Bayer kurz darauf, die endgültige Einigung. Da die Zahlen zu dem Deal aber offensichtlich über die Gunners nach außen getragen wurden, dürften diese das letzte Gegenangebot wohl annehmen. Der Wechsel dürfte somit zeitnah als Done Deal über die Bühne gehen.
Einen Haken haben die Zahlen jedoch auf den ersten Blick: Hatte Hincapie doch eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag, die sich auf 60 Millionen Euro beläuft. Eine Summe, von der der Bundesligist nicht abrücken wollte - und es am Ende angeblich auch nicht abgerückt ist.
Hincapie und sein Berater verzichten auf ihren Anteil an der Ablöse
So verzichten nach kicker-Informationen Hincapie und sein Berater auf ihre prozentuale Beteiligung am Weiterverkauf des Spielers. Geht man von einem Satz von zehn Prozent aus, wären dies also sechs Millionen Euro. Durch die durch den Verzicht der Spielerseite somit niedrigere Transfersumme fällt auch die Weiterverkaufsbeteiligung, die Hincapies ehemaliger argentinische Klub AC Talleres 2021 beim Wechsel nach Leverkusen ausgehandelt hatte. Dabei soll es sich um 20 Prozent des Transfergewinns handeln. Bayer zahlte damals 6,4 Millionen Euro an die Argentinier.
Am Ende sollen die Vorstellungen von Bayer mit der am späten Freitagabend noch nicht bestätigten Vereinbarung erfüllt werden. So dass der deutsche Vizemeister letztlich mindestens die Summe erzielen wird, die nach Abzug aller Prozente herausgekommen wäre, wenn die Ausstiegsklausel normal gezogen worden wäre.
Arsenals Kaufoption wird 2026 so gut wie sicher zur Kaufpflicht
Nach der Leihgebühr von angeblich sechs Millionen Euro fließt die fixe Ablöse erst 2026. Wobei die Kaufoption sich im neuen Jahr in eine Kaufverpflichtung umwandeln wird. Ähnlich wie im Fall der "Leihe" von Matej Kovar zur PSV Eindhoven wird diese Kaufpflicht durch ein mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eintretendes Ereignis wie zum Beispiel den Klassenerhalt von Arsenal aktiviert werden.