Luka Djuric verbringt quasi schon sein ganzes Leben bei der TSG 1899 Hoffenheim. Der 21-Jährige, dessen Eltern aus Bosnien und Herzegowina stammen, wurde in Sinsheim geboren. Dort spielte schon sein Vater Nebojsa bei der TSG, bei der früh auch der Sohn angemeldet wurde. Von den Perspektivteams der ganz Kleinen über die Akademie ab der U 12 hat Djuric Junior den Sprung bis in die U 23 geschafft - und nun sogar seinen ersten Profivertrag unterschrieben.
13 Tore und eiskalt von der Linie
Und das kommt nicht von Ungefähr. Denn mit 13 Treffern - darunter acht von acht Strafstößen - und fünf Vorlagen hatte Mittelfeldspieler Djuric entscheidenden Anteil am Aufstieg der U 23 in die 3. Liga. Er war es auch, der vom Punkt für das 2:1 gegen Frankfurt II sorgte und damit die Meisterschaft in der Regionalliga Südwest klarmachte.
Bei den Profis stand er bereits Ende Januar in der Europa League gegen Tottenham (2:3) und in Anderlecht (4:3) sowie beim 1:3 in Leverkusen Anfang Februar im Kader, blieb aber noch ohne Einsatz. Das soll sich, so lässt es die Pressemitteilung der TSG vermuten, in Zukunft ändern. Dort heißt es, dass Djuric zwar weiterhin für die U 23 eingeplant sei, aber auch "näher an den Bundesligakader herangeführt" werden soll.
Erste Saison im Profibereich
Der Fokus liege bei Djuric aber weiter vor allem auf der Zweitvertretung. "Wir haben den Aufstieg gepackt und spielen jetzt in der 3. Liga. Darauf freue ich mich!" Kein Wunder, schließlich wird es - egal ob 3. Liga oder Bundesliga - die erste Spielzeit im Profibereich für den "Sinsheimer Jungen".
Das gilt übrigens neben dem Großteil seiner Teamkollegen auch für seinen neuen Trainer Stefan Kleineheismann, der auf den zur SV Elversberg abgewanderten Vincent Wagner folgt. Für den 37-Jährigen ist es gar die erste Saison als Chefcoach, zuvor war er Assistent in Fürth, Bielefeld und Schweinfurt. Auch extern setzte man bislang auf eher unerfahrene Spieler mit Denis Donkor (Rot-Weiß Oberhausen) und Ben Opoku Labes (Weiche Flensburg), die jeweils aus der Regionalliga kommen. Rückkehrer Florian Bähr bringt derweil immerhin die Erfahrung von 16 Dritt- und sogar fünf Erstligaspielen mit.