Keeper ter Stegen spricht über sein Comeback und seine Zukunft
Die Fragen zu seiner Zukunft parierte ter Stegen auf der Pressekonferenz im Home Ground so souverän wie zuvor die Torschüsse im Training. Julian Nagelsmann bescheinigt dem Rückkehrer, "dass er top drauf ist." Der FC Barcelona, so berichten spanische Medien übereinstimmend, wolle ihn dennoch loswerden. Der Schlussmann versichert: "Mir mir hat keiner gesprochen." Auch sein Coach, der frühere Bundestrainer, Hansi Flick nicht. "Wir hatten in den letzten Tagen keinen Kontakt und nicht miteinander gesprochen." Ein Umstand, der ihn laut eigener Aussage nicht verunsichert. "Es ist aus meiner Sicht keine Situation entstanden, über die wir sprechen müssten."
"Die Rückendeckung macht es mir leicht, zurück zu kommen"
Ter Stegen hat in Barcelona einen gültigen Vertrag und ungeachtet der Gerüchte um seine Position keine Zweifel daran, dass er diesen auch erfüllt. "Ich beschäftige mich nicht mit den Gerüchten, für mich ändert sich die Situation nicht. Ich weiß, dass ich auch nächstes Jahr in Barcelona bin." Im Umgang mit den aktuellen Schlagzeilen regiert bei ihm vielmehr geübte Routine als aufkommende Unruhe. "Der FC Barcelona ist einer der größten Vereine der Welt, da gibt es in jedem Jahr auf jeder Position eine Konkurrenzsituation. Ich freue mich extrem auf die neue Saison. Weil wir eine hungrige Mannschaft haben, die jetzt noch mehr Erfahrungen gesammelt hat." Und er will ein wichtiger Bestandteil sein, verschwendet keinen Gedanken daran, in der Spielzeit vor der Weltmeisterschaft 2026 womöglich wechseln zu müssen. "Ich will mich immer präsentieren, immer auf dem Platz stehen. Und so lange ich meine Leistung gebracht habe, bin ich auch immer gut beschützt worden."
Zweifel an der Leistungsfähigkeit des Torhüters hat Julian Nagelsmann zu Beginn dieser Länderspielperiode nicht einmal im Ansatz aufkommen lassen und sich trotz der monatelangen Verletzungspause direkt wieder auf ter Stegen als Nummer 1 festgelegt. "Diese Rückendeckung", sagt der gebürtige Mönchengladbacher, "fühlt sich gut an und macht es mir leicht, zurückzukommen."
Während der Reha-Phase, verrät der Nachfolger von Manuel Neuer, habe er sich vorgenommen, nicht nur schnell, sondern auch besser als zuvor zurückzukommen. "Das erste Ziel war, physisch das vorherige Niveau zu erreichen. Das habe ich mehr als geschafft. Außerdem bin ich überzeugt, dass es mir hilft, dass ich jetzt auch mal die andere Perspektive kennengelernt habe. Ich habe durch die Pause die Wertschätzung gelernt, jeden Moment zu genießen und zu leben." Kurzfristig im DFB-Tor. Und über den Sommer hinaus dann weiterhin auch in Barcelona.