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Ilzer und der "doppelte Schlussstrich"

kicker

"Es ist wichtig, einen doppelten Schlussstrich unter diese Saison zu ziehen und nach vorne zu schauen. Alles andere wird sich weisen", betonte der Trainer der Kraichgauer beim Auftakt am Sonntag in Zuzenhausen. Leicht hatte es der Österreicher sicher nicht nach der Geschäftsübernahme von Pellegrino Matarazzo (der es ob des Chaos‘ im vergangenen Sommer mindestens genauso schwer hatte).

Überzeugt aber hat Ilzer bislang noch nicht. Sechs Siege und neun Unentschieden in wettbewerbsübergreifend 29 Partien, das ist eigentlich zu wenig für die Ansprüche der TSG Hoffenheim, wo Gesellschafter Dietmar Hopp vor drei Jahren noch den Angriff auf die Top-Sechs ausgerufen hatte.

"Sicher keine angenehme Aufgabe, aber es gehört zum Job"

Davon ist man allerdings so weit weg, wie von einer ausgeglichenen Transferbilanz 2024/25. Was auch Folgen hat für die kommende Saison, schließlich muss Sportgeschäftsführer Andreas Schicker noch etliche Profis von der Gehaltsliste bekommen. "Da fehlen noch mehr als Zehn", bemerkte Ilzer am Sonntag lächelnd, angesprochen auf den großen Kader. "Daher weiß man, was eine der ersten Aufgaben ist." Nämlich auszudünnen. Das Ganze sei für ihn als Coach zwar nicht undankbar, allerdings ist es "sicher keine angenehme Aufgabe, aber es gehört zum Job". Immerhin: Ob des Überbedarfs in Innenverteidigung und Angriff ist weitgehend erkennbar, wer den Verein verlassen soll.

Klar ist: Die kommende Spielzeit soll, nein, muss besser werden als die vergangene, in der die TSG lange gegen den Abstieg kämpfte und den Klassenerhalt auch nicht wirklich vollends überzeugend meisterte. Ein von Unruhe geprägtes Jahr, was Ilzers Aufgabe gewiss nicht vereinfacht hat.

Einen Tabellenplatz hat der 47-Jährige bis dato noch nicht ausgerufen, allerdings deutete er an, auf Sicht schon konkreter werden zu wollen. "Wenn die Zeit reif ist, werden wir uns Ergebnisziele setzen, aber auch klare Handlungsziele. Wenn das beides im Einklang ist, haben wir eine gute Basis gesetzt", will Ilzer den Fokus zunächst aufs Inhaltliche legen.