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"Im Team steckt viel Energie": Paderborns U 21 jung, hungrig und bereit für den BVB-Auftakt

kicker

Im Rahmen der Vorbereitung auf die neue Saison in der Regionalliga West steht bei Thomas Bertels (38), Cheftrainer der U 21 des SC Paderborn 07, auch nach dem Kurztrainingslager in Willingen die Integration der neuen Spieler weiterhin ganz oben auf der Agenda.

Aus der eigenen U 19 rückten mit Fedya Babak, Arne Zajaczek (beide Abwehr), Lucas Kiewitt, Hassan Mohammad (beide Mittelfeld) und Henrik Koch (Sturm) gleich fünf SCP07-Youngster in den Kader auf. Damit unterstreichen die Ostwestfalen erneut die hohe Durchlässigkeit zwischen dem Nachwuchs- und dem Profibereich. Kiewitt und Koch sammelten bereits in der abgelaufenen Saison für einige Minuten Spielpraxis in der Regionalliga.

Außerdem stießen vier externe Talente zur Zweitvertretung des Zweitligisten. Aus der Jugend des Chemnitzer FC kam Mittelfeldspieler Luca Löwelt (18) an die Pader. Für die Hintermannschaft wurden Lenny Hennig (19, RB Leipzig U 19) und Lenn Spremberg (20, Heeslinger SC) verpflichtet.

Königstransfer mit Entwicklungspotenzial

Besondere Freude bereitet Paderborns U-21-Trainer Bertels Abwehrspieler Kerem Yalcin (20), der mit viel Vorschusslorbeeren vom Ligakonkurrenten Rot-Weiß Oberhausen zu den Ostwestfalen gewechselt ist. Der gebürtige Oberhausener absolvierte in der zurückliegenden Spielzeit 31 Einsätze (drei Tore) für die "Kleeblätter" und entwickelte sich zum Leistungsträger. "Es gab viele Vereine, die Kerem haben wollten. Wir sehr froh, dass er sich für uns entschieden hat", betont Ex-Profi Bertels, sieht bei Yalcin aber auch noch viel Entwicklungspotenzial.

Das gilt allerdings auch für sein gesamtes Aufgebot. "Mit dem neuen Kader sind wir gut aufgestellt, um die gemeinsamen Ziele auch in der individuellen Entwicklung unserer talentierten Spieler zu erreichen", meint Bertels knapp zwei Wochen vor dem Saisonstart. "Wir stellen ein sehr junges Team. Innenverteidiger Tim Böhmer ist mit 23 Jahren unser ältester Spieler", so Bertels, der bei der Kaderplanung grundsätzlich keinen Handlungsbedarf mehr sieht. "Lediglich für die linke Außenbahn, auf der wir ein wenig dünn besetzt sind, könnten wir noch etwas machen", sagt Bertels, der selbst während seiner Laufbahn insgesamt 165 Spiele für den SC Paderborn 07 absolvierte.

Mit Jascha Brandt (22/zum SV Waldhof Mannheim), dem jüngeren Bruder von BVB-Profi Julian Brandt, sowie Marco Pledl (24/FC Viktoria Köln), Julius Langfeld (30/FC Gütersloh), Marlon Lakämper (22) und Tom Wulf (20/beide SC Wiedenbrück) sowie Milan Hoffmeister (19/DSC Arminia Bielefeld II) haben die Ostwestfalen auch einige erfahrene Spieler verloren. "Wenn man eine U 21 trainiert, muss man wissen, dass die Spieler, die es bei uns nicht bis ganz nach oben schaffen, weiterziehen werden", betont Bertels, der mit seiner neuen Mannschaft möglichst an die guten Leistungen der letzten Saison (Platz neun) anknüpfen möchte.

„Im Team steckt sehr viel Energie. Aber gleichzeitig merkt man auch, dass es noch an Erfahrung fehlt.“ (Thomas Bertels)

"Im Team steckt sehr viel Energie. Aber gleichzeitig merkt man auch, dass es noch an Erfahrung fehlt", meint Bertels. So mussten die Ostwestfalen beispielsweise im Test bei der U 23 von Hannover 96 (2:3) noch Lehrgeld bezahlen. "Nach der strammen Vorbereitung waren die Beine schwer und der Kopf müde", so der Trainer. "Wir wollten es erzwingen, hätten besser pragmatischer spielen sollen. Unter dem Strich haben wir keine Lösungen gefunden und dadurch weitere wichtige Erfahrungen gesammelt."

Generalprobe gegen Drochtersen/Assel

Die Generalprobe vor dem Ligastart findet am kommenden Samstag, 19. Juli, ab 14 Uhr auf neutralem Platz in Isernhagen gegen die ambitionierte SV Drochtersen/Assel statt, die in der zurückliegenden Spielzeit in der Regionalliga Nord auf dem dritten Rang gelandet war.

Zur Saisoneröffnung stellt sich - voraussichtlich am Samstag, dem 26. Juli - die U 23 des BVB in der Paderborner Home Deluxe Arena vor. Den Drittliga-Absteiger aus Dortmund zählt der Ex-Schalker Bertels neben Rot-Weiß Oberhausen, den Sportfreunde Lotte, dem FC Gütersloh und dem 1. FC Bocholt zu den Aufstiegsfavoriten.