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"In dem Moment eine Fehlentscheidung": Fiedler hadert mit offenen Baustellen

kicker

"Ich habe keinen Gegner gesehen, der uns vor Aufgaben gestellt hat, denen wir nicht gewachsen sind", sagte Fiedler nach der 0:2-Heimpleite gegen Schalke 04 am Samstag vor dem mdr-Mikro und betonte: "Ich habe einen brutalen Spielverlauf gesehen. Mit dem ersten individuellen Fehler geraten wir direkt in Rückstand - und dann schaltet das Kopfkino natürlich bei allen Beteiligten ein."

Fiedler machte keinen Hehl daraus, dass es ihn ärgert, wie der FCM aktuell Gegentore schluckt. "Wenn du dir vornimmst, gemeinsam mit den Fans den Turnaround zu schaffen und dich direkt mit einem individuellen Fehler ins Hintertreffen geraten lässt, dann ist es schwer", sagte der 39-Jährige und stellte fest: "Wenn das Selbstvertrauen und die Leichtigkeit fehlt, dann sind es gegen einen Gegner wie Schalke, der einem wenig gibt, heute zu viele Fehler gewesen. Es ist wie täglich grüßt das Murmeltier."

Der FCM und seine offenen Baustellen

Eine der offenen Baustellen in Magdeburg sind derzeit "individuelle Fehler", weiß Fiedler. Fehler wie der Ballverlust von Marcus Mathisen vor dem 0:1. "Marcus hat die Möglichkeit, den Ball zu bereinigen: Er hat die Entscheidung getroffen, die Situation spielerisch zu lösen - in dem Moment eine Fehlentscheidung, die der Gegner nutzen konnte", sagt der Trainer und beklagte sich zudem über fehlendes Matchglück.

Das unterstrich er mit dem 2:0 der Knappen durch Doppeltorschütze Kenan Karaman. Dessen verwandelten Strafstoß war ein Foul von Rayan Ghrieb an Ron Schallenberg vorausgegangen. "Als wir aus der Pause rauskommen und einen guten Ansatz verfolgt haben, kriegen wir nach einem Eckball diesen Foulelfmeter - in einer Situation, wo der Ball geklärt war und der Schiedsrichter leider zu unserem Unglück auf den Punkt zeigt", erläuterte Fiedler.

In diesem Zusammenhang verriet er auch, dass der Schiedsrichter zwar bestätigt habe, dass Ghrieb zuerst am Ball war. "Er argumentiert dann aber, dass der Fuß zu hoch ist. Und da der Gegenspieler sich im Rücken von Rayan bewegt, kann man ihm da keine Absicht unterstellen. Wenn er den Ball klärt und als Erstes am Ball ist, ist es schon erneut eine unglückliche Situation."

Es gibt Grund zum Optimismus

Und dennoch sieht Fiedler Grund zum Optimismus - und das erläuterte er auch: "Wir alle wissen, dass wir es besser können und wir wissen, dass wir ursächlich dafür sind, dass wir keine Punkte holen." In Magdeburg gilt es daher, schleunigst die offenen Baustellen "Individuelle Fehler" und "Fehlendes Selbstvertrauen" anzugehen. Oder wie Dominik Reimann sagte: "Es sind gerade zu viele Störfaktoren, die unser Spiel behindern. Wir kriegen zu einfach die Gegentore und viel zu viele Gegentore. Ansätze sind aber da - die sind gut, aber wir müssen langsam anfangen, Spiele zu gewinnen. Wir müssen einiges aufarbeiten, aber ich bin zuversichtlich, dass wir es hinbekommen."

Hilfreich bei diesem Vorhaben wäre wohl, wenn "wir mal in Führung gehen", meinte der Torhüter. Die nächste Chance dafür bietet sich am kommenden Spieltag am Sonntag in Karlsruhe (13 Uhr).