Vor der Generalversammlung der DFL am Mittwoch in Berlin, auf der ein neues Präsidium gewählt wird, fand bereits am Dienstag die Teilversammlung der 2. Liga statt. Die 18 Vertreter des Unterhauses haben dabei Präsidiumskandidat Alexander Jobst eine krachende Niederlage beschert.
Der Vorstandsvorsitzende von Fortuna Düsseldorf hatte sich als Zweitligavertreter für das Präsidium beworben, scheiterte nun aber klar. Stattdessen schicken die Zweitligisten Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli, als Zweitligasprecher im DFL-Präsidium ins Rennen.
Jobst hatte für beide Tickets kandidiert - sowohl für die Wahl durch die Teil- als auch für die Wahl durch die Generalversammlung -, schafft es aber nicht ins Gremium. Die Wahl durch die Teilversammlung gewannen Holger Schwiewagner (Geschäftsführer SpVgg Greuther Fürth) und Steffen Schneekloth (Präsident Holstein Kiel). Michael Becker (Geschäftsführer Karlsruher SC) zog seine Kandidatur derweil vorzeitig zurück, Ole Kittner (Geschäftsführer Preußen Münster) erhielt sechs Stimmen.
Sowohl die zeitweise Kandidatur Beckers als auch Kittners dürften dabei allerdings eher eine Strategie politischer Natur gewesen sein, um die Chancen von Jobst - von manchem argwöhnisch beäugt wegen der ihm unterstellten Nähe zu den Großklubs - einzuschränken.
Personalien müssen auf der Generalversammlung bestätigt werden
Für den Aufsichtsrat der DFL hat sich das Unterhaus geeinigt, auf die Kandidaten Anne Baumann (Finanzchefin SV Darmstadt 98) und Ralf Huschen (Geschäftsführer Hertha BSC) zu setzen. Für den Lizenzierungsausschuss nominiert die 2. Liga Arnd Hovemann (Finanzvorstand Fortuna Düsseldorf) und Dirk Weißert (Finanzdirektor SpVgg Greuther Fürth), der das Unterhaus auch bisher in diesem Gremium vertreten hatte.
Diese Personalien müssten auf der am Mittwoch stattfindenden Generalversammlung der DFL noch final bestätigt werden.