Bis zum letzten Spieltag musste Mannheim um den Verbleib in der 3. Liga zittern. Letztlich hielten die Buwe auch dank der Unterstützung von Saarbrücken, das Dortmund II 2:1 schlug, die Klasse. Dass der Waldhof im Abstiegskampf steckte, lag nicht an der Defensive: Nur 45 Gegentore kassierten die Mannheimer - weniger als der Tabellendritte Saarbrücken (47). Großen Anteil daran hatte Lukas Klünter, der der beste Feldspieler seiner Mannschaft war (kicker-Durchschnittsnote 3,24).
Obwohl er damit das Interesse anderer Klubs weckte und sein Vertrag ursprünglich zum Saisonende auslief, bleibt er Mannheim überraschend treu. "Am Ende bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass das Gesamtpaket beim Waldhof mit den Leuten, die dort agieren, und den Sachen, die ich mir in den vergangenen eineinhalb Jahren erarbeitet habe, einfach am besten passt", begründete der Verteidiger vor einer Woche seine Vertragsverlängerung.
Mannheim holte Klünter aus der Vereinslosigkeit
Dass sich der 29-Jährige schon vor Beginn des Transferfensters festlegte, liegt vermutlich auch an seiner Vergangenheit: Die Kurpfälzer holten ihn im Februar 2024 aus der Vereinslosigkeit, nachdem sein Vertrag im Sommer 2023 in Bielefeld ausgelaufen war. "In einer solchen Situation wirst du damit konfrontiert, wie der Markt gerade für dich ist. Dann kommst du so ein bisschen ins Schwimmen", erklärte Klünter.
„Ich bin zufrieden mit der aktuellen Situation, möchte aber mehr schaffen, als nur um den Klassenerhalt zu kämpfen.“ (Lukas Klünter)
Neben der Zukunftssicherheit sei aber auch die sportliche Perspektive ausschlaggebend gewesen. "Wenn ich nicht von dem nun eingeschlagenen Weg überzeugt wäre, dann hätte ich auch nicht beim Waldhof unterzeichnet", so der gebürtige Euskirchener.
Sein Ziel ist trotz der schwachen vergangenen Saisons (zweimal in Folge 16.) ambitioniert. So traut er dem Klub perspektivisch den Gang in die 2. Bundesliga zu. "Ich bin zufrieden mit der aktuellen Situation, möchte aber mit dem Waldhof mehr schaffen, als nur um den Klassenerhalt zu kämpfen. In der 3. Liga kann es sehr schnell gehen, wie bei Arminia Bielefeld. Wir müssen unser Leistungsmaximum erreichen", erläuterte der Verteidiger.