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"Kein Grund zur Panik": Hjulmands vier Botschaften vor dem HSV-Spiel

kicker

Ein schlechtes Ergebnis, eine noch schlechtere Leistung. Das 1:4 gegen den VfB Stuttgart und der vor der Pause desolate Auftritt seiner Mannschaft geben Kasper Hjulmand grundsätzlich alle Argumente an die Hand, um seine Startformation am Dienstag im Spiel beim HSV personell umzubauen. Dem Leverkusener Trainer bieten sich im Volksparkstadion zwei extreme Möglichkeiten: Entweder gibt er der Mannschaft vom Samstag eine zweite Chance, oder er mischt bei der Verteilung der Plätze die Karten komplett neu.

Mit Loic Badé als Abwehrchef, Ernest Poku, Jonas Hofmann und Lucas Vazquez fürs Mittelfeld sowie eventuell Patrik Schick fürs Sturmzentrum und Edmond Tapsoba für die Innenverteidigung, hinter dem allerdings ein Fragezeichen steht, böten sich trotz einiger Ausfälle durchaus Alternativen. Doch zu welcher Variante tendiert der Däne?

Offenbar nicht zu der, die Elf komplett umzuschmeißen, sondern eher punktuell zu verändern. Brachte der 53-Jährige doch in seiner Antwort, wie er personell reagieren werde, klar zum Ausdruck, dass für ihn besonnenes Handeln angesagt ist. "Ich glaube, es besteht kein Grund zur Panik. Wir haben 30 schlechte Minuten gespielt", antwortete Hjulmand, der angespannt wirkte am Montag, "wir haben in unserer Struktur etwas zu verbessern und in unserer Performance. Keine Panik. Wir müssen das besser machen morgen, aber die Spieler wissen Bescheid. Wir wissen alle, wir möchten es besser machen und deswegen gibt es keine Panik. Wir sind ruhig, aber mit dem Gefühl, dass wir natürlich besser spielen müssen." Botschaft 1: Wir müssen uns steigern, aber keine Panik.

Hjulmand will keine Zweifel an der Qualität aufkommen lassen

Dabei hat der Trainer zwei Punkte als entscheidend ausgemacht: "Der eine ist natürlich unsere Struktur, gegen ein Eins-gegen-eins-Pressing hinten rauszukommen. Der andere ist, wie man die Zweikämpfe führt." Strukturiertere Spieleröffnung und aggressiveres Zweikampfverhalten als Schlüssel zum Erfolg.

Der erfahrene Fußballlehrer setzt betont sachlich auf Inhalte, nicht auf emotionale Appelle. Hjulmand, der sich auch vor dem Stuttgart-Spiel sehr zuversichtlich geäußert hatte, zeigte sich sichtlich darum bemüht, durch den Aussetzer gegen den VfB keine Zweifel an der Stärke seiner Profis aufkommen zu lassen. "Ja, ich bin sehr optimistisch und ich habe ein gutes Gefühl mit der Mannschaft. Wir haben eine gute Qualität", sagte der Trainer, das Spiel beim HSV sei "eine große Möglichkeit, wieder stark aufzustehen." Botschaft 2: ich vertraue der Mannschaft.

„Für mich ist es das Wichtigste, dass unsere Mannschaft bereit ist zu kämpfen.“ (Kasper Hjulmand)

Zwar hob Hjulmand wie gewohnt die Stärken des Gegners hervor. "Es wird ein schwieriges Spiel. Sie haben gegen Frankfurt und Dortmund gepunktet und Stuttgart geschlagen. In Hamburg sind sie sehr, sehr gut. Der HSV ist ein Gegner mit sehr viel Schnelligkeit, gutem Umschalten, der kompakt verteidigt. Es ist ein schwieriger Gegner, insbesondere in Hamburg", sagte der Trainer, um jedoch klarzustellen: "Aber wir haben die Waffen, die nötig sind für einen Sieg." Botschaft 3: Wir sind besser.

Entscheidend wird sein, ob seine Profis diese mit letzter Konsequenz einsetzen werden. "Wir müssen das jedes Mal machen. Wir müssen immer wieder pushen, um gute Spiele zu spielen", fordert Hjulmand, "für mich ist es das Wichtigste, dass unsere Mannschaft bereit ist, zu kämpfen, um auf einem besseren Niveau zu spielen. Dann haben wir eine gute Chance." Botschaft 4: Es liegt nur an uns.