Am Donnerstagabend hat die Kieler Ratsversammlung in ihrer Sitzung über die Vergabe zum Neubau des Stadions entschieden. Der Siegerentwurf von HPP Architekten soll von der Zech Sports GmbH realisiert werden.
"Der Neubau des Holstein-Stadions ist ein großartiger Schritt für uns als Verein. Es entsteht ein neuer und attraktiver Heimathafen für unsere Fans und bessere Rahmenbedingungen für unsere Mannschaft auf und neben dem Platz", freut sich KSV-Präsident Steffen Schneekloth. "Die neue Spielstätte ermöglicht es uns, Tradition und Moderne zu verbinden und in der Sportinfrastruktur mit anderen Klubs auf Augenhöhe zu kommen. Die Bauphase im laufenden Spielbetrieb wird sicherlich herausfordernd, aber wir stellen uns ihr gerne."
Das Fassungsvermögen steigt
In den nächsten Monaten soll die Detailplanung vorangetrieben werden, ehe es dann zum Ende Saison 2025/26 schon losgehen könnte. Das Stadion wird dann in mehreren Bauabschnitten während und außerhalb der Saison entstehen. Am Ende werden 22.087 Zuschauer in die Arena passen - 44 Prozent davon werden Stehplätze sein. Zudem entsteht ein neuer Businessbereich mit zusätzlichen Logen. Ende 2030 soll das neue Holstein-Stadion voraussichtlich fertiggestellt sein. Das aktuelle Stadion wurde 1911 eröffnet und hat derzeit ein Fassungsvermögen von 15.034 Zuschauern (davon 9225 Stehplätze).
"Das neue Stadion eröffnet uns zusätzliche Chancen in Vermarktung und Partneraktivierung. So können wir unseren Sponsoren ein vergleichbares Angebot machen, das sie aus anderen Stadien kennen", sieht Wolfgang Schwenke, Kaufmännischer Geschäftsführer, neue Chancen für den Klub. Durch weitere Veranstaltungen außerhalb des Ligabetriebs soll die Attraktivität des Standortes zusätzlich gesteigert werden.
Für den Umbau stehen 75 Millionen Euro netto zur Verfügung: bis zu 20 Millionen Euro vom Land, 10 Millionen Euro von der Stadt, 25 Millionen Euro aus Krediten und 20 Millionen Euro von privaten Geldgebern.