Wenn Aleksandar Pavlovic den Matchplan für den Klassiker zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund entwerfen dürfte, wäre die Rechnung aus Münchner Sicht nicht allzu kompliziert: "Wir wollen einfach unser Spiel durchziehen und das Spiel gewinnen", sagte der 21-jährige Youngster am Mittwoch, als die Bayern-Profis in Ingolstadt ihre neuen Dienstfahrzeuge von Partner Audi entgegennahmen.
Einen Tag später wird die Vorbereitung an der Säbener Straße immer intensiver. Weitere Nationalspieler wie Harry Kane kehren zurück, und der volle Fokus gilt dem Abendspiel am Samstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker), in dem Joshua Kimmich "schon die Chance" sieht, "ein Statement zu setzen und davonzuziehen. Das ist auch ganz klar das Ziel."
„Tatsächlich ist das eine Qualität, die dazu gekommen ist, seitdem Niko Kovac Trainer ist.“ (Kimmich über den BVB)
Bei einem Sieg gegen den Erzrivalen würden die Bayern ihren Vorsprung auf sieben Punkte ausbauen und gleichzeitig den Dortmunder Startrekord aus der Saison 2015/16 mit elf Siegen aus elf Spielen einstellen. Möglich ist es allemal, in der aktuellen Verfassung scheinen die Bayern nur schwer zu stoppen. "Ich habe aber auch schon viele Saisons erlebt, da hatten wir eine gute Hinrunde und eine ganz schwache Rückrunde", bremst Kimmich. "Dementsprechend bleiben wir da ganz ruhig und entspannt."
Was beim Blick auf den Gegner ohnehin Pflicht ist, immerhin sind die Dortmunder neben den Bayern das einzig noch ungeschlagene Team - und seit dem Amtsantritt von Niko Kovac generell nur schwer zu bezwingen. "Tatsächlich ist das eine Qualität, die dazu gekommen ist, seitdem Niko Kovac Trainer ist", sagt Kimmich und erklärt: "Ich finde, die sind viel stabiler geworden, auch zum Ende der letzten Saison haben sie sehr stabile Ergebnisse geliefert. Vielleicht nicht immer so spektakulär, aber sie sind defensiv sehr stabil. Und ich finde, dafür bekommen sie gar nicht so die Wertschätzung und fliegen ein bisschen unterm Radar, weil sie echt viele Punkte gesammelt haben."
Kovacs Dortmunder sind sowohl das zweitbeste Rückrundenteam der Vorsaison als auch das zweitbeste Team der laufenden Spielzeit, jeweils nach den Bayern. "Nach vorne haben sie gerade mit Karim (Adeyemi) und Maxi (Beier) zwei sehr schnelle Spieler, mit Guirassy einen sehr guten Stürmer", warnt Kimmich deshalb: "Wir müssen aufpassen, gerade was die Restverteidigung angeht. Ich gehe schon davon aus, dass wir mehr den Ball haben werden, aber Dortmund kann damit, glaube ich, gut umgehen. Weil sie einen großen Fokus auf die Defensive und sehr große Qualitäten im Umschaltspiel haben. Da müssen wir aufpassen."