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Kings League expandiert mit saudi-arabischem Investment in den Mittleren Osten

kicker

Staatsfonds stieg auch bei DAZN ein

SURJ Sports Investment und die Kings League machen in der Geschäftsregion Mittlerer Osten und Nordafrika (MENA) gemeinsame Sache. Das neue Joint Venture will noch in diesem Jahr eine weitere Liga im globalen Portfolio der Kings League an den Start bringen. Saudi-Arabien soll dabei das erste Gastgeberland sein.

Ein genauer Termin für den Startschuss steht dagegen aktuell jedoch genauso wenig fest wie Details zu möglichen Teambesitzern. Geplant ist nach kicker-Informationen die Einbindung lokaler Talente durch offene Tryouts, Draft-Mechanismen und Community-Aktivierungen.

Klar ist derweil, dass die Kings League MENA darauf ausgelegt sein wird, ein junges Publikum zu adressieren. Nach eigenen Angaben sind 80 Prozent der knapp 30 Millionen Social-Media-Follower der Kings League jünger als 34 Jahre - und gleichzeitig nahezu 70 Prozent der Bevölkerung Saudi-Arabiens nicht älter als 30 Jahre.

„Gemeinsam bauen wir eine Plattform, die Unterhaltung, Sport und digitale Kultur vereint.“ (Djamel Agaoua, CEO der Kings League)

"Diese Partnerschaft spiegelt den umfassenden Auftrag von SURJ wider, in Sport-IPs und Plattformen zu investieren, die langfristige Erträge liefern, das Ökosystem erweitern und eine Verbindung zur nächsten Generation von Fans in der Region schaffen", sagt Danny Townsend, CEO von SURJ Sports Investment. "Gemeinsam bauen wir eine Plattform, die Unterhaltung, Sport und digitale Kultur vereint", ergänzt Kings-League-CEO Djamel Agaoua. Im Jahr 2024 erzielten Inhalte der Kings League in den sozialen Medien weltweit eigenen Angaben zufolge sieben Milliarden Impressionen und 400 Millionen Interaktionen.

Große Namen von Lamine Yamal bis Jake Paul setzen auf Kings League

Mit der Expansion in die MENA-Region tritt die Kings League nach Brasilien, Deutschland, Frankreich, Italien, Mexiko und Spanien bereits in den siebten Markt ein. Das wachsende globale Ökosystem der Ligen wird durch zwei jährliche internationale Turniere ergänzt: den Kings World Cup Nations und den Kings World Cup Clubs. Letzterer findet Mitte Juni in Paris statt. Mit dabei sind auch drei Teams der Kings League Germany, deren Präsident Bastian Schweinsteiger ist.

International gehören zu den Präsidenten von Teams und Ligen in der Kings League unter anderem Fußballprofis wie Lamine Yamal und Jules Koundé vom FC Barcelona oder auch Aurelien Tchouameni und Eduardo Camavinga von Real Madrid. Zu den größten Content Creators im Ökosystem zählen der amerikanische Influencer Jake Paul (28,5 Millionen Follower bei Instagram), der saudi-arabische Creator SHoNgxBoNg (20,1 Millionen Abonnenten bei Youtube) und der spanische Streamer Ibai Llanos (17,3 Millionen Follower bei Twitch).

SURJ investiert milliardenschwer in DAZN

Für SURJ ist der Einstieg bei der Kings League nicht das erste Investment im Sport. Erst im Februar dieses Jahres gab das Unternehmen den Kauf einer Minderheitsbeteiligung beim Streamingdienst DAZN bekannt, die rund eine Milliarde Dollar gekostet haben soll. SURJ wurde im Jahr 2003 gegründet und ist eine Unterabteilung von Saudi-Arabiens Staatsfonds "Public Investment Fonds" (PIF). Seit 2015 steht diesem der saudi-arabische Kronprinz Mohammed Bin Salman vor.

Die Kings League schloss ihrerseits bereits im Mai 2024 unter anderem mit Left Lane Capital eine Finanzierungsrunde in Höhe von 60 Millionen Euro ab. In Deutschland kooperiert die Kings League derweil mit einem Tochterunternehmen der RTL Group. Das auf Social Media spezialisierte Unternehmen We Are Era hält 20 Prozent der Anteile an der Kings League Germany.

Auch Baller League und Icon League sammeln Millionen ein

Die 2023 als Pionier in Piqués Heimatland Spanien gestartete Kings League befindet sich inzwischen in einem internationalen Wettbewerb mit anderen Kleinfeldfußball-Ligen. Dazu zählt unter anderem die 2023 von Mats Hummels mitgegründete Baller League, die jüngst ebenfalls Geld für ihre globale Expansion eingesammelt hat. Die Baller League sicherte sich dabei in Summe Investments in Höhe von 33 Millionen US-Dollar. Die Liga, die ihre Deutschland-Premiere Anfang 2024 feierte, will damit 2025 in Großbritannien und in den USA durchstarten.

Erst in der vergangenen Woche machte obendrein die Icon League von sich reden. Die von Toni Kroos gemeinsam mit dem Streamer Elias Nerlich ins Leben Liga hat im Rahmen einer Finanzierungsrunde prominente Unterstützer gewonnen. Eingestiegen sind unter anderem das Family Office von Jürgen Klopp und der Venture-Capital-Arm "Ithaca" von Luigi Berlusconi (Sohn des 2023 verstorbenen ehemaligen AC-Mailand-Präsidenten Silvio Berlusconi).