Jancker lässt Zukunft offen
Spannung bis zum Schluss hat sie gebracht, die Punkteteilung - oben wie unten. Als Tabellenneunter war Austria Klagenfurt nach dem Grunddurchgang in der Bundesliga in die Qualifikationsgruppe gegangen, wo das Kärntner Malheur dann seinen Lauf nehmen sollte. Nach einem Sieg, einem Unentschieden und vier Niederlagen musste Langzeittrainer Peter Pacult Ende April gehen, unter dessen Nachfolger Carsten Jancker ging der Kampf gegen den Abstieg schließlich verloren.
"Wenn du nach dem letzten Spieltag Letzter bist, bist du verdient abgestiegen", versuchte Routinier Christopher Wernitznig nach der 0:1-Heimniederlage gegen den TSV Hartberg, die den Klagenfurter Gang in die Zweitklassigkeit am Freitagabend schließlich besiegelte, gar nicht erst, etwas schönzureden. Neben der sportlichen Selbstkritik wollte sich der 35-Jährige im Interview mit Sky aber auch einen Seitenhieb in Richtung Vereinsführung nicht verkneifen: "Was diese Saison für Fehler gemacht wurden - innerhalb der Mannschaft und im Verein - das waren zu viele."
Jancker hadert mit Chancenverwertung
Genauer auf diese eingehen wollte Wernitznig im Moment der Enttäuschung nicht. "Ich will jetzt keine einzelnen Fehler nennen, um das zu analysieren", befand der Mittelfeldspieler, "bin ich der Falsche".
Trainer Carsten Jancker machte indes den frühen Gegentreffer für die Pleite gegen Hartberg verantwortlich. "Nach dem 0:1 nach zwei Minuten war unser Selbstvertrauen logischerweise im Keller. Entscheidend für die Niederlage und den Abstieg heute war, dass wir den Ball einfach nicht über die Linie brachten", meinte der Deutsche. Seine eigene Zukunft ließ Jancker offen: "Ob ich in Klagenfurt Trainer bleibe, muss der Verein entscheiden."
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