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Klärungsaktion mit dramatischen Folgen: Für Bayreuths Heim ist das Jahr gelaufen

kicker

In der 73. Minute war am vergangenen Freitag die Welt noch in Ordnung, sowohl für Felix Heim als auch für seine SpVgg Bayreuth. Da versenkte der 23-jährige Angreifer einen Flachschuss zum späteren 2:0-Endstand gegen den TSV Buchbach. Die Altstadt eilte dem Sieg entgegen, Heim verbesserte seine persönliche Saison-Bilanz auf vier Tore in sechs Regionalliga-Einsätzen und hatte damit seine Marke aus dem Vorjahr bereits eingestellt.

Weitere Treffer werden in den nächsten Monaten nicht mehr dazukommen. Kurz darauf nämlich blieb der gebürtige Schwabe bei einem Klärungsversuch im Rasen hängen. "Der Fuß stand auf jeden Fall 90 Grad ab", schilderte Bayreuths Geschäftsführerin Nicole Kalemba am Freitag. Dieses drastische Bild ließ erahnen, was genauere Untersuchungen in den folgenden Tagen ergaben: Heim hat sich das Wadenbein gebrochen - eine sogenannte "Weber-C-Fraktur" - und zudem die Syndesmose gerissen. Der Stürmer wird zeitnah operiert und beginnt anschließend die notwendige Reha. Als Ausfallzeit gibt der Regionalligist vier bis sechs Monate an, das Fußballjahr 2025 ist für Heim damit gelaufen.

Eine zusätzliche Tragik erhielt der Vorfall am Freitag, da Heim nach seinem Tor zum 2:0 noch das Trikot des schwer am Knie verletzten Marco Zietsch hochgehalten hatten, ehe es ihn kurz darauf selbst so schwer erwischte.

"An so einem Tag tritt der Fußball dann auch in den Hintergrund", ergänzte Kalemba nach dem Sieg über Buchbach. Schwenkt man trotzdem kurz hinüber in die nüchterne sportliche Betrachtung, sticht ins Auge, dass Heim bisher für vier der insgesamt neun Bayreuther Tore verantwortlich gewesen und damit zu einer Art sportlichen Lebensversicherung avanciert ist.