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Kniat sieht das Positive: "Zwei Sachen für die Ewigkeit"

kicker

Bielefeld leistet sich entscheidende Fehler

Arminia Bielefeld kann auf eine Saison mit vielen Höhen zurückblicken. Da wäre einmal die Rückkehr in die 2. Bundesliga verbunden mit der Drittliga-Meisterschaft und der außergewöhnliche wie auch besondere Pokal-Lauf. Siege gegen Hannover 96, Union Berlin, SC Freiburg, Werder Bremen und sogar gegen den zu diesem Zeitpunkt noch amtierenden Deutschen Meister Bayer Leverkusen.

Warum also nicht auch noch einen weiteren Höhepunkt hinzufügen und im DFB-Pokalfinale Geschichte schreiben? Nun ja: Geschichte geschrieben hat Bielefeld in jedem Fall, da reicht schon der Fakt, dass der DSC überhaupt erst der vierte Drittligist war, der es bis ins Endspiel im Berliner Olympiastadion geschafft hat. Ebenfalls historisch ist Julian Kanias Treffer kurz vor dem Ende. Der Joker ist der erste Drittliga-Spieler, dem ein Tor im DFB-Pokalfinale gelungen ist.

15-minütiger Aussetzer entscheidet das Spiel

Den ersten Pokalsieg im ersten Finale der Vereinsgeschichte haben die Bielefelder allerdings verpasst. 4:0 hieß es zwischenzeitlich sogar für den favorisierten VfB Stuttgart - und damit war die Arminia noch gut bedient. "Wir sind natürlich alle enttäuscht. Es waren zehn, fünfzehn Minuten, wo wir nicht da waren, das hat der Gegner eiskalt genutzt", machte Trainer Mitch Kniat am ZDF-Mikrofon den Knackpunkt aus.

Zwischen der 15. und 28. Minute hatte sich Bielefeld drei Fehler geleistet und wurde dreimal bestraft. Drei Fehler, die in einem Pokalfinale in dieser Form schlichtweg nicht passieren dürfen. Und obendrauf welche, die eine Mannschaft mit der Qualität des VfB Stuttgart eiskalt ausnutzt, wie es schließlich auch passiert ist.

Dass sich der Drittligist in der Schlussphase aber noch mal aufbäumte und zwei Treffer erzielte, ist ihm hoch anzurechnen. Bielefeld hat sich nicht aufgegeben oder gar die weiße Fahne gehisst. Kniat zieht aus dem Gesehenen Schlüsse, wie etwa, dass "die Mannschaft funktioniert, wir geben nie auf". Und genau deswegen und überhaupt wegen deren Willensstärke hat Kniat auch keinen Grund, seine Mannschaft in irgendeiner Art und Weise zu kritisieren, sondern spricht vielmehr ein großes Lob aus.

Kniat: "Die Enttäuschung überwiegt trotzdem"

"Hintenraus haben wir alles probiert, da kann ich einfach nur stolz sein. Ich trage diese Medaille mit Stolz und ich bin stolz auf meine Mannschaft. Das sind die zwei Sachen, die für die Ewigkeit bleiben."

Und dennoch ist es freilich schwierig, die Niederlage zu akzeptieren: "Die Enttäuschung überwiegt trotzdem. Wenn ich bei den Jungs in die Gesichter gucke, sind teilweise Tränen dabei. Trotzdem können wir auf die Saison sehr, sehr stolz sein." Denn viel besser kann man eine Spielzeit als Drittligist nicht bestreiten. Einzig das i-Tüpfelchen blieb den Bielefeldern verwehrt.