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Kohfeldt hat seine "Lieblingskopfschmerzen"

kicker

Mit 132 Kilometern pro Stunde war der Freistoßtreffer von Joker Matej Maglica das Standard-Tor im deutschen Profi-Fußball mit der höchsten Geschwindigkeit, seit diese Kategorie erfasst wird. Doch ob der kroatische Innenverteidiger im Auswärtsspiel am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) bei Fortuna Düsseldorf in der Startformation steht, ist keineswegs sicher. Maglica kam bislang zum Einsatz, wenn die Lilien mit einer Dreier-Abwehrkette spielten. Und Trainer Florian Kohfeldt umschifft Fragen zur möglichen Aufstellung in aller Regel mit einem grinsenden "Vielleicht" oder "Schauen wir mal".

Rückkehrer fachen Konkurrenzkampf an

Grundsätzlich kann der Darmstädter Coach - abgesehen von den Langzeitverletzten Paul Will und Matthias Bader - personell aus dem Vollen schöpfen. Mittelfeldspieler Jean-Paul Boetius und Angreifer Bartosz Bialek, die gegen Braunschweig geschont wurden, drängen wieder zurück in den Kader, sind aber wohl keine Option für die Startelf.

Als heiße Kandidaten für die Anfangsformation gelten neben den elf Spielern, die gegen Braunschweig begonnen haben, vor allem Torschütze Maglica, Merveille Papela (eingewechselt) und Marco Richter (nach Verletzung 90 Minuten auf der Bank). "Das heißt, ich habe meine Lieblingskopfschmerzen. Ich werde wirklich gut überlegen müssen, wer Teil des Busses ist, der nach Düsseldorf fährt und wer nicht", sagte Kohfeldt und fügte an: "Das ist eine sehr, sehr gute Situation."

Tipps gegen die Schreckensstatistik

Weniger gut ist die Situation mit Blick auf die Statistik gegen die Rheinländer. Seit 37 Jahren hat der SV Darmstadt 98 dort nicht mehr gewonnen. Kohfeldt selbst spricht von einer "Schreckensstatistik". Deswegen holte er sich sogar ein paar Tipps von einer Lilien-Legende, die weiß, wie man bei der Fortuna gewinnt. "Ich habe heute Morgen Uwe Kuhl, der damals das Tor getroffen hat, auf dem Flur getroffen und ihn mal gefragt, wie das so geht", sagte der Lilien-Coach schmunzelnd. Kuhl, heute 64 und Präsidiumsvertreter für das Nachwuchsleistungszentrum, hatte beim 2:1-Auswärtssieg am 10. September 1988 den ersten Darmstädter Treffer erzielt.

"Wissen nicht genau, was auf uns zukommt"

Auch jetzt stehe man auf jeden Fall vor einem schweren Unterfangen, sagte Kohfeldt. Düsseldorf sei nach einem holprigen Start zuletzt ins Rollen kommen, habe die vergangenen vier Spiele nicht verloren. Mit Blick auf das System seien die Rheinländer unglaublich schwer auszurechnen. "Sie haben nicht nur zwischen Dreierkette und Viererkette gewechselt, sondern auch innerhalb der Dreierketten und Viererketten mit unterschiedlichen Systemen gespielt. Das heißt, so ganz genau wissen wir nicht, was auf uns zukommt."