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Kovac bemängelt "zu viel Respekt" - Lob für CL-Debütant Mane

kicker

"Das war von beiden Seiten ein zähes, abwartendes Spiel", meinte Niko Kovac nach dem 0:2 gegen Inter Mailand. "Das ist eine Serie-A-Mannschaft, die das so jede Woche macht", so der Dortmunder Coach weiter. "Wir haben zu wenig nach vorne gespielt, hatten zu wenig klare Torchancen. Die hatten auch nicht viel, aber haben es abgewichst runtergespielt", bilanzierte etwa Nico Schlotterbeck.

Auch sein Kapitän pflichtete dem Innenverteidiger bei: "Es war nicht unser bestes Spiel, trotzdem haben wir nicht viel zugelassen. Letztlich hat Inter den reiferen Eindruck gezeigt heute, das muss man ehrlich sagen - und damit auch verdient gewonnen", konstatierte Emre Can.

Kovac: "Haben uns die Situationen kaputtgemacht"

Die Worte zweier Dortmunder Führungsspieler ließen durchaus eine gewisse Ehrfurcht erkennen, den man auf Seiten der BVB vor dem Vorjahresfinalisten hatte. Dies war Kovac schon in den ersten 45 Minuten aufgefallen: "Ich habe in der Halbzeit gesagt, dass mein Gefühl war, dass wir ein bisschen viel Respekt hatten. Klar, Inter ist eine gute Mannschaft. Aber wir haben auch Qualität. Aber wir haben viele Angriffe nicht zu Ende gespielt und uns so die Situationen kaputtgemacht."

Zum einen haderte Kovac ein wenig damit, dass sein Team "nicht 0:0 gespielt" habe. Zum anderen erinnerte er an die größte Chance der ersten Halbzeit: "Wenn Serhou (Guirassy; Anm. d. Red.) die Chance macht, läuft es vielleicht anders." Doch sein Mittelstürmer traf den Ball noch in der Anfangsviertelstunde in bester Position vor Keeper Yann Sommer nicht richtig. "Jeder hat das als Stürmer mal. Den hätte er letztes Jahr sicherlich gemacht. Er muss jetzt einfach die Ruhe bewahren und weiter kämpfen. Und wir müssen ihn natürlich auch bedienen", meinte Kovac.

Lob für Mane: "Er hat viele Zweikämpfe gewonnen"

Champions-League-Debütant Filippo Mane, der in der Schlussphase ein wenig angeschlagen ausgetauscht worden war, erhielt derweil ein Lob vom Coach: "Er hat es gut gemacht, jeden Zweikampf gesucht und viele gewonnen. Am Ende ist ihm die Kraft ausgegangen, er hat in der zweiten Mannschaft länger nicht gespielt."

Vor der Auslosung der Play-offs am Freitag (12 Uhr, LIVE! bei kicker) zeigte sich Kovac entspannt, angesichts der Aussicht auf Bayer Leverkusen oder Atalanta Bergamo als Gegner. "Wir hatten letztes Jahr mit Sporting auch einen schweren Gegner gehabt. Aber zum Beispiel gegen Olympiakos hat Leverkusen zuletzt auch verloren. Wir haben jetzt erst noch einmal ein bisschen Zeit und Spiele in der Bundesliga." Dort folgt am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim.