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Kovacs Zuspruch für Blessin: "Ich bin heute der Glücklichere"

kicker

"Was gibt es Schöneres, als in der letzten Minute, bei uns im Stadion, ein Tor zu schießen und dann hier die Emotionen zu erleben?", fragte Emre Can nach der Partie bei Sky rhetorisch, nachdem er das Spiel mit einem verwandelten Foulelfmeter in der Nachspielzeit selbst entschieden hatte. Dass die Partie aus Dortmunder Sicht indes keineswegs ideal verlaufen war, verhehlte der BVB-Kapitän keineswegs: "Das müssen viel besser runterspielen, wir kassieren zwei Standardtore. Das darf uns nicht passieren und das haben wir auch schon besser gemacht. Aber letztlich steht natürlich, dass wir am Ende gewonnen haben", so Can.

Einen Einwand hatte der Defensivakteur, der mit dem Zustandekommen des Anschlusstreffers für den FCSP zu tun gehabt hatte: "Wobei man beim ersten Gegentor natürlich sagen muss: Das war ein ganz klares Foul (an Nico Schlotterbeck; Anm. d. Red.) - und dann passiert die Ecke", befand der Routinier. Der Abwehrspieler war zuvor in der Entstehung des Eckballs per Rempler aus dem Gleichgewicht gebracht worden und so ausgerutscht.

Kovac: "Das sind so Szenen heutzutage"

Beide Trainer beschäftigten sich bei der Pressekonferenz nach dem Spiel indes vor allem mit der Szene, die tief in der Nachspielzeit für den spielentscheidenden Elfmeter für die Borussia führte: "Soll mir einer mal sagen, ob das jetzt auf der Linie war oder nicht. Ich habe keine Kamera-Einstellung gesehen, auf der man das belegen kann", haderte Alexander Blessin angesichts der VAR-Entscheidung, die nach einem Foul von Ricky-Jade Jones gegen Maximilian Beier den Tatort für die erste Freistoßentscheidung von Referee Harm Osmers mindestens auf der Strafraumlinie verortete - und die Entscheidung deshalb auf Elfmeter änderte.

"Ich war überrascht, dass sich der VAR einschaltete. Ich bin heute der Glückliche, er ist der Traurige", meinte Nico Kovac an Blessin gewandt. "In seiner Situation hätte ich es genauso gesehen. Ob er nun drin war oder draußen, kann ich nicht beurteilen. Das sind so Szenen heutzutage: Du musst nur ein bisschen zum Ball gehen und den Fuß ausstrecken. Der Verteidiger will klären und trifft dich am Fuß, plötzlich gibt es Elfmeter. Heute war das auf unserer Seite, in Frankfurt war es die andere Seite. Es ist leider so", spielte der BVB-Coach auf eine Szene beim jüngsten 3:3 in Frankfurt an, als Serhou Guirassy einen Strafstoß gegen Robin Koch verursacht hatte.

Blessin: "Umso weniger schmeckt einem das dann"

Blessin störte sich auch an einer weiteren Szene, die - bei anderer Ahndung durch das Unparteiischen-Gespann - durchaus Einfluss auf den weiteren Spielverlauf hätte nehmen können. So hatte Schlotterbeck mit einem harten Einsteigen in der 16. Minute den Knöchel von Arkadiusz Pyrka hart erwischt. "Wenn es anders ausgeht, ist der Fuß ab, dann ist es eine Rote Karte", so Blessin. "Umso weniger schmeckt einem das dann. Daher war es erneut eine ganz bittere Niederlage."

Kovac zog natürlich ein gänzlich anderes Fazit aus Sicht seiner Mannschaft: "Für uns ist es gut gelaufen am Ende, für St. Pauli weniger. Die Mannschaft hat wieder daran geglaubt und hat, wie in Frankfurt, es erneut auch geschafft, das noch mal auszubügeln. Mit einem positiven Ergebnis nach London zu fahren, ist sicher wichtig." Dort geht es am Dienstag (21 Uhr) im vorletzten Spiel der Liga-Phase bei Tottenham Hotspur erstmals 2026 auch in der Champions League wieder um Punkte.