Bei Blau-Weiß Lohne geben sich die Trainer quasi die Klinke in die Hand. Nur wenige Tage nach der Trennung von Uwe Möhrle hat die Trainersuche des Nord-Regionalligisten bereits zu einem Ergebnis geführt: Christian Neidhart übernimmt, soll den Tabellenvorletzten stabilisieren und hat dafür reichlich Erfahrung im Werkzeugkasten. So stand der 57-Jährige bereits in 151 Drittliga-Spielen für den SV Meppen und Waldhof Mannheim an der Seitenlinie und kennt die Regionalliga Nord aus 166 Partien als Chefcoach der Meppener - mit denen er 2017 Meister wurde und aufstieg - sowie des SV Wilhelmshaven. Den SVW betreute Neidhart auch schon in der Nord-Staffel in ihrer zwischen 2008 und 2012 bestehenden Struktur.
Luca Scheibel, Sportlicher Leiter in Lohne, hatte diese Vita sicherlich auch im Hinterkopf und verrät darüber hinaus: "In den Gesprächen überzeugte er durch seine Professionalität und seine klare Vision, wie er Fußball spielen lassen will. Wir bekommen einen Trainer, der auf der einen Seite als Kumpeltyp gilt, aber auch in den Situationen, in denen es sein muss, eine ganz klare Linie fährt."
Bis Sommer in Offenbach
Neidhart, der nach Stationen bei Rot-Weiss Essen, Mannheim und bis vergangenen Sommer Kickers Offenbach, zurück im Norden ist, erklärt: "Auch an mir ist natürlich nicht vorbeigegangen, was sich in den letzten Jahren in Lohne entwickelt hat. Gerade auch die Auftritte im DFB-Pokal haben diesen sympathischen Verein bundesweit bekannt gemacht, und jeder konnte ein Gefühl dafür bekommen, was für eine gute Arbeit bei diesem traditionsreichen und familiär geführten Klub geleistet wird."
Nach den Gesprächen mit den Lohner Verantwortlichen, die geprägt waren von Vertrauen und Neugier, wie Neidhart dem Team seine Stabilität zurückgeben möchte, steht für den Pro-Lizenz-Inhaber fest: "Ich freue mich jetzt schon darauf, quasi vor der Haustür arbeiten zu dürfen."
Los geht es für Neidhart und sein neues Team am Samstag, wenn ab 18 Uhr der FC Eintracht Norderstedt zum Kellerduell im Heinz-Dettmer-Stadion gastiert.