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Kuriose Rekorde aus 125 Jahren FCK-Geschichte

kicker

Zum Jubiläum der Roten Teufel

In der legendären Saison 1997/98 wurde der 1. FC Kaiserslautern historisch Deutscher Meister - nämlich als Aufsteiger. Das gelang davor und danach keinem Neuankömmling im deutschen Oberhaus und ist damit ein Stück einzigartige Bundesliga-Geschichte.

Auch konnten die Roten Teufel die Bayern schon unnachahmlich ärgern: Lautern ist die einzige Mannschaft, die ein Pflichtspiel gegen die Münchner nach einem Drei-Tore-Rückstand noch drehen konnte: beim 7:4-Sieg in der Bundesliga am 12. Spieltag 1973/74.

Doch nicht immer lief alles rund im Oberhaus: Als einzige Mannschaft verursachte Kaiserlautern gleich vier Elfmeter in einem Bundesliga-Spiel, am 25. Spieltag 1986/87 beim 3:4 bei Waldhof Mannheim. Zudem gelang dem FCK schon am 30. Spieltag 1965/66 das Kunststück, drei glatt Rote Karten in einem Spiel zu kassieren - mit drei Mann mehr auf dem Feld gewann Bayern damals mit 2:1.

Negativrekord für Shechter und De Wit

Die Stimmung auf dem Betzenberg ist berühmt berüchtigt, kein Wunder also, dass Lautern 1970/71 mit gleich sechs Heimsiegen in die Saison startete. Umso absurder aber, dass es bei den ersten sechs Begegnungen in der Fremde in derselben Spielzeit dafür sechs Niederlagen setzte. Ein Saisonstart wie einer Achterbahnfahrt, der bis heute seinesgleichen sucht.

Kaiserslautern ist die einzige Mannschaft, bei der in einer Bundesliga-Saison kein Spieler mehr als drei Tore erzielte: Top-Torschützen in der Saison 2011/12 waren Itay Shechter und Pierre De Wit mit je lediglich drei Treffern. Da überrascht es nicht, dass der FCK krachend als Tabellenletzter in die 2. Liga abstieg: mit 23 Punkten und einer Tordifferenz von -30.

Beim torreichsten Spiel der Zweitliga-Geschichte involviert

Doch auch im deutschen Unterhaus konnten sich die Roten Teufel schon in die Geschichtsbücher eintragen. So war Lautern am torreichsten Spiel der Zweitliga-Geschichte beteiligt: Am 34. Spieltag 1996/97 gewann der FCK das Schützenfest gegen Meppen mit 7:6.

Stolze 17 Zweitliga-Heimspiele gewann der 1. FC Kaiserslautern von Oktober 1996 bis Oktober 2006 in Folge, Rekord in der eingleisigen 2. Bundesliga. Aber: Dem FC Homburg gelangen von Mai 1976 bis April 1977, als noch in zwei Gruppen gespielt wurde, stolze 19 Heimsiege in Serie.

Wie sieht es im DFB-Pokal aus? Hier kann Kaiserslautern zwar zwei Pokalsiege vorweisen (1990, 1996), zog in Endspielen aber sonst oftmals den Kürzeren: Bei ganzen sechs Pokal-Endspielen trottete der FCK als Verlierer vom Platz. Immerhin: Negativ-Rekord ist das nicht, Schalke 04 unterlag im Pokalfinale sogar noch öfter (7).

Nie verlor Real Madrid deutlicher im Europapokal

Und auch in diesem Wettbewerb trug sich Lautern per Schützenfest in die Geschichtsbücher ein und feierte einen der höchsten Siege der Pokal-Geschichte: In der 1. Runde 2004/05 bezwang der FCK die FC Schönberg 95 mit 15:0. Nur die Stuttgarter Kickers können diese Differenz überbieten, das ist aber schon ein Weilchen her: In der 1. Runde 1941 fegten die Schwaben den VfB Knielingen mit 17:0 vom Platz.

Auch auf internationaler Bühne ist der FCK kein unbeschriebenes Blatt, auf diese Rekorde ist auf dem Betzenberg aber wohl niemand stolz: Weder in der Europa League noch im UEFA-Cup hat je eine Mannschaft so deutlich ein Halbfinale verloren wie Kaiserslautern 2000/01. Bei Deportivo Alaves kassierte der FCK ein 1:5, zu Hause ein 1:4. Dazu kassierte Lautern die höchste Niederlage in einem deutsch-deutschen Europapokal-Duell: Im Viertelfinale 1972/73 ging das Team mit 1:7 in Gladbach unter.

Immerhin: Den übermächtigen CL-Rekordsieger Real Madrid konnte der FCK in der Saison 1981/82 nach einer 1:3-Pleite im Hinspiel noch spektakulär ausschalten: 5:0 für Kaiserslautern hieß es im Viertelfinal-Rückspiel des UEFA-Cups auf dem Betzenberg, nie verloren die Königlichen im Europapokal deutlicher.