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Künzers Ansage: "Wir sind im Leistungssport"

kicker

Aus Zürich berichtet Gunnar Meggers

Am Dienstag hatten die Nationalspielerinnen frei. Die Pause bis zum Viertelfinale am Samstag (21 Uhr) in Basel gegen Frankreich ist lang genug, um einen Tag Ruhepause einzulegen. Für DFB-Direktorin Nia Künzer galt das nicht: Die 45-Jährige stellte sich im deutschen Pressezentrum in Zürich den Fragen der Reporter. Künzer äußerte sich dort über…

…das 1:4 im dritten Gruppenspiel gegen Schweden: "Wir hatten gute 30 Minuten. Das war das Spiel, das wir spielen wollen. Der ein oder andere war schon beeindruckt, wie wir das gemacht haben. Wir haben Schweden stark beschäftigt, waren sehr aktiv, haben dann aber das Spiel aus der Hand gegeben und das ein oder andere Tor zu viel bekommen. Wir sind noch im Turnier, können das alles gut einordnen und sind sehr ehrlich in der Analyse. Die größten Kritikerinnen sind die Spielerinnen selbst. Wir nehmen aus allen drei Gruppenspielen positive Dinge mit."

…die Stimmung im Team Camp: "Bei uns herrscht keine Trauerstimmung. Aber die Enttäuschung nach der Niederlage ist natürlich da. Wir stehen jetzt im Viertelfinale. Das war die Erwartungshaltung und das haben wir von uns erwartet."

…das Viertelfinale am Samstag gegen Frankreich: "Wir wollen zeigen, was wir drauf haben und es den Französinnen so schwer wie möglich machen. Wir wollen unangenehm sein und sie stressen."

…die Favoritenrolle, die Frankreichs Trainer Laurent Bonadei dem deutschen Team zuschreibt: "Ich werte das nicht großartig und weiß nicht, ob es notwendig ist, in einem K.-o.-Spiel einen Favoriten auszurufen."

…Frankreichs Stärken: "Sie haben eine unheimliche individuelle Qualität, gepaart mit viel Tempo. Das wird ein sehr schwieriges Spiel. Unser Ziel sollte es sein, Ruhe ins Spiel zu bekommen. Es ist uns in der Vergangenheit schon gut gelungen, gegen sie zu bestehen."

…den Druck vor dem Frankreich-Spiel: "Wir sind im Leistungssport. Die Spielerinnen, ob jung oder alt, haben schon verschiedene Drucksituationen erlebt. Wir haben auch Psychologen dabei. Ich spüre aber vor allem die Vorfreude auf das Viertelfinale - und das ist eine gute Einstellung. Wir wussten vorher, dass wir auf einen starken Gegner treffen. Aber wir haben einen starken Glauben daran, dass wir bestehen können. Die Mädels wollen es sich selbst beweisen, ihre Chance nutzen und sind höchst motiviert."

…ihre eigene Rolle: "Ich bringe mich immer ein, bin im Gespräch mit Spielerinnen, dem Trainerteam und dem Staff und bin in jeder Besprechung dabei. Das ist meine Aufgabe. Ich habe einen sehr guten Ein- und Überblick."